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— 152 —
Kannst Sonne du noch milde Strahlen senden?
Für mich geh hin zur ew’gen Finsterniß.
Wozu noch Licht an nasse Augen spenden,
Und Freude malen, da Er mich verließ?
Erbleich und flieh! laß dich von Wolken hüllen,
Da Kummers Nächte mir die Seele füllen.
Leb wohl du Heerde, einstmals meine Freude!
Auch euer Fuß sich müde nur noch regt.
Erwartet Hülfe nicht, nicht Schutz vor Leide,
Er ist nicht mehr, der euch so treu gehegt.
Fahrt hin und seid ein Raub den Wolfeszähnen,
So stirbt zugleich mit euch auch alles Sehnen.
Hör Phylax auf, unruhig mich zu grüßen!
Dein Angstgebell thut meinem Herzen weh.
Geh, stirb und bette dich zu seinen Füßen,
Scharr dir ein Grab in seines Hügels Näh.
Schaust traurig nur und alle Schönheit schwindet:
Hast einst so froh sein Kommen mir gekündet.
Du schmucker Baum, in dessen Schattenkreisen
Mit meinem Freunde selig ich geruht,
Auch dich verschonet nicht das gierge Eisen,
Ob du auch einst gekühlt der Liebe Gluth:
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Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
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