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l7 —
Kannst mit dem Purpur sie nicht erben,
Mit theuern Perlen nicht erwerben,
Ertanschen nicht mit höchster Pracht;
Und vor des Fürsten Schloß die Wache
Erstickt nicht des Gewissens Klage,
Die ihn beängstigt Tag und Nacht.
Kannst dich von Sorgen nicht befreien,
Nicht hindern, daß sie sich erneuen,
Wohnst du auch unter goldnem Dach.
Sie sammeln sich, die Brust zu zehren;
In Schätzen, Glanz und äußern Ehren
Jagst du umsonst dem Frieden nach.
Doch glücklich, wer die Gier bezähmet,
An schmaler Tafel sich bequemet,
Die der ererbte Hausrath schmückt.
Er wird von keiner Furcht erschrecket,
Aus süßem Schlummer nicht gewecket
Von Träumen, die die Brust gedrückt.
Warum so weit die Arme strecken?
Wie bald wird uns der Hügel decken!
Wozu denn Gold und Ehrbegier?
Kannst doch dein sterblich Theil nicht heben,
Mußt Alles einst dem Tode geben,
Er folget wie dein Schatten dir.
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Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
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