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— 108
»Jetzt, Schweden, Volk des Nuhms, wird euch das
Glück gewogen;
Der Frost bahnt selbst den Weg, und fesselt starr die
Wogen,
Die Brücke wölbt von Eis sich durch den stärmschen Belt,
Bis wo das Joarkap auf Fünen Wache hält.«
Da heult der Boreas, sein Dräun ist ohne Gleichen;
Und eisgehüllt entsteigt der Frost Neptunus’ Reichen.
Zum Kampfe wählen sie des Meeres blaues Feld:
Bald siegt der grimme Frost, in Banden liegt der
Belt.
Nun fesselt eisig er der Wellen kühne Bogen,
Hält festgebannt Neptun tief unten in den Wogen,
Des Dreizacks Gabel liegt zu Boden und zerstückt,
Mit der er treulos sonst die Schiffenden berückt.
Der König schaut den Kampf mit bangem Mohlgefallen.
»Wohlan«, ruft er, »so mag des Schicksals Würfel
fallen!«
Schwingt hoch sein Flammenschwert, daß durch die Luft
es klang,
Und wagt mit Siegsvertraun den kecken Uebergang.
Du, die durch Tode oft den Helden hast geleitet,
Für kühne Thaten ihm unsterblich Ruhm bereitet,
Hast ihm mit Hoheit jetzt die stolze Stirn geschmückt,
Daß seine Schaar auf ihn mit froher Hoffnung blickt.
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Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
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