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197 —
»O mächt’ger Boreas, gewalt’ger Sturmessender,
Du ödest, wenn du willst, der Menschen Städt und
Länder,
In Fesseln legest du der Herzen Haß und Lieb’,
Und senkst in Schlummer selbst der Schöpfung
Lebenstrieb.
Send’ deine Boten aus, und laß den Grimm sie tragen,
Heiß eine Brücke sie für mich durch’s Salzmeer
schlagen,
Daß sichern Schritts mein Held auf ihr hinüber dringt,
Und vom geschlag’nen Feind den Frieden sich erzwingt.«
Sie sprachs und Boreas läßt los die Kette binden,
Die fest die Kälte schließt, die keine Strahlen zünden,
Sie auf mit Sturmgebrüll und eis’gem Hauche fährt,
Indeß die Göttin schnell zum Heldenkönig kehrt.
In seiner Freunde Kreis hält er ein ernst Berathen,
Die Brust von Muth geschwellt, vom Durst nach kühnen
Thaten:
»Nun Kampfgenossen gilt’?s, und zeiget Mann für
Mann,
Ob Schweden noch wie einst für Freiheit fechten kann.
Laßt Blut und Leben uns dem Vaterlande weihen.«
Ruft’s, und es tritt hervor die Göttin aus den Reihen,
Von Dalberg, ruhmesreich, leiht sie sich die Gestalt,
Ergreift das Wort und spricht, daß rings es widerhallt:
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Project Runeberg, Sun Jun 21 15:29:32 2026
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