- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Første bind /
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(1874-1922)
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104 J. L. Heiberg: Anm. af Philodemi vol. rhetorica ed. Sudhaus. Augenschwäche sich genöthigt sieht dieses Arbeitsfeld aufzugeben, tritt mit dem anfangs genannten Werk ein neuer, offenbar berufener, Mitarbeiter hervor. Sudhaus hat für seine Ausgabe die Gomperz’schen Abschriften der Oxforder Facsimiles benutzen können und ist dazu von Bücheler und Usener, denen die Ausgabe dedicirt ist, unterstützt worden. Der vorliegende Band, dem ein zweiter die übrigen Reste der rhetorischen Schriften Philodems enthaltend folgen soll, bringt die Fragmente von Philodem περὶ ῥητορικῆς. 1. Buch, nach Pap. 1427, hat die subscriptio Φιλοδήμου περὶ ῥητορικῆς ὑπομνημάτων α΄, 11. Buch (Pap. 1674 und 1672) nur Φιλοδήμου περὶ ῥητορικῆς β΄. Vom III sind nur sehr spärliche Spuren vorhanden (p. XXXVI), dagegen ist das IV. Buch in Pap. 1423 und einem anderen, dessen Nummer nicht angegeben wird, recht gut erhalten; die Ueberschriften Φιλοδήμου περὶ ῥητορικῆς δ΄ τῶν εἰς δύο τὸ πρότερον UNd τῶν εἰς δύο τὸ δεύτερον zeigen an, dass das Buch wegen seines Umfangs auf zwei Rollen vertheilt war. Dann folgen noch Fragmente von drei Büchern, die ohne Titel überliefert sind, aber ohne Zweifel hierher gehören. Das erste ist dem Pap. 1669 entnommen, wovon, wie der Herausgeber erkannt hat, Papp. 220, 1078, 1080 Theile sind, die beiden anderen den Papp. 1015 und 1004. Der an und für sich nicht uninteressante Inhalt, worüber Sudhaus p. XX ff. eine Uebersicht giebt, ist leider durch Philodems unglaublich redselige Darstellungsweise und wenig angenehme Sprache etwas unschmackhaft geworden. Die beiden ersten Bücher sind ganz von ermüdender Polemik, die sich überhaupt in dem Werke breit macht, über den Begriff der τέχνη und der Rhetorik als τέχνη aufgenommen; das vierte zeigt die Werthlosigkeit der als τέχνη anerkannten sophistischen Rhetorik, namentlich der Philosophie gegenüber, und dieses Thema wird dann im folgenden weiter ausgeführt, indem unter fortwährender Polemik die Philosophie auf Kosten der Rhetorik gepriesen wird als das einzige wirkliche Bildungsmittel; der Weise dürfe sich überhaupt mit politischer ἐμπειρία und der dabei verwendbaren sophistischen Rhetorik nicht abgeben (p. 309). Charakteristisch ist das Anathema gegen einige Epikureer, die trotz der Entscheidung des Meisters die Rhetorik als τέχνη nicht gelten lassen wolltén: s? γὰρ Eniκουρος καὶ Μητρόδωρος ἔτι δ᾽ Ἕρμαρχος ἀποφαίνονται τέχνην "εἶναι τὴν τοιαύτην, ὡς Èv τοῖς ἑξῆς ὑπομνήσομεν, οἵ τούτοις ἀντιγράφοντες OÙ πάνυ τι μακρὰν τῆς τῶν πατραλοίων καταδίκης ἄφεστήκασιν (p. 12) — ein schlagendes Beispiel der abergläu-

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