- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Tredie bind /
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(1874-1922)
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O. Jespersen: Anm. af Kaluza, Chaucer u. d. Rosenroman. 4 Chaucer und der Rosenroman, eine litterargeschichtliche studie von Max Kaluza. Berlin 1893, :Felber. VI -[- 255 5. Der verfasser der vorliegenden schrift hat das seltene glück gehabt, die hauptergebnisse seiner untersuchung schon vor der veröffentlichung seiner schrift anerkannt und angenommen zu sehen. In einem brief an die Academy berichtete er kurz über seine entdeckung, dass die ersten 1704 verse von dem Rosenroman wirklich von Chaucer herrühren können, und seine gründe waren so schlagend, dass Skeat ihm gleich seinen beifall zollte und die resultate Kaluza s für seine grosse gesammtausgabe von Chaucer’s werke (I, Clarendon Press 1894) verwertete. Der stand der frage vor Kaluza war dieser: man wusste, dass Chaucer den Rosenroman (ganz oder teilweise) übersetzt hatte, aber keiner von den leitenden Chaucerphilologen wagte es länger, die vorliegende englische übersetzung für Chaucer in anspruch zu nehmen, nachdem es sich gezeigt hatte, dass die sprachform der übersetzung, wie sich dieselbe namentlich in den reimen zeigte, vielfach im schroffsten gegensatz zu derjenigen stand, die uns aus Chaucer's echten werken bekannt war. Lindner hatte gezeigt, dass der letzte teil, von v. 5814 (nach anderer zählung 5811) an, wahrscheinlich von einem anderen verfâåsser herrühre als der vorhergehende teil. Dann übernahm es im jahre 1888 Kaluza eine parallelausgabe von dem französischen texte und der übersetzung zu besorgen, und seine vergleichung von zahlreichen frz. handschriften des originals gestattete es ihm verschiedene schlüsse über die natur und treue der übersetzung zu ziehen, die bisher, wo man nur die gedruckten texte des Roman de la Rose benutzte, nicht wohl möglich gewesen waren. Fine detaillirte untersuchung führte dann zu einer zerlegung der übersetzung in drei fragmente, von denen A (v. 1— 1705) und C (v. 5811—7692) nach K. von Chaucer herrühren, während B (v. 1706—5810) später von einem anderen hinzugedichtet ist. Seine beweisgründe sind erstens das verhältiss zum französischen original: A und C übersetzen sehr genau und folgen dem original gewöhnlich zeile für zeile, während das dem verfasser von B nicht gelingt; «von je 100 versen in A und C sind im durchschnitt je 3 von dem englischen übersetzer hinzugedichtet worden, um dem reimbedürfnisse zu genügen; der verfasser von B aber hat je 15 verse von 100 aus eigenem hinzugefügt». In der direkten herübernahme französischer reimwörter in A und C zeigen sich auch eigentümlichkeiten, die wir aus Chaucer’s anderen bearbeitungen fremder dichterwerke kennen, die sich aber in B nicht so finden. Sehr anschaulich und beweiskräftig sind die p. 20—33 abgedruckten proben mit dem original gegenübergestellt. Dieselbe person, die in B immer Bia/acoil genannt wird, heisst in © Fayre- Welcomyng; bouton wird 1702

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