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46 O. Jespersen: Anm. af Kaluza, Chaucer u. d. Rosenroman,
(wie 1675, 1683, 1685 und 1691) durch Ænoppe wiedergegeben ;
sobald wir aber zum fragment B übergehen, finden wir das frz.
wort einfach beibehalten, v. 1770, 1786 usw.
Der zweite beweisgrund ist der dialekt; die reime von A
und C stimmen in allen wesentlichen punkten mit dem dialekte
von Chaucers echten dichtungen überein; die untersuchung von
denreimen in A und C und eine sehr genaue vergleichung mit den
in Chaucers anderen werken vorkommenden ist von Kaluza mit
grosser liebe vorgenommen und bildet einen sehr wertvollen teil
von seiper arbeit. Andere sprachliche und metrische
eigentümlichkeiten weisen alle auf dasselbe ergebniss hin. Ich will hier nur
eins anführen. «Lounsbury weist darauf hin, dass in Chaucers
echten schriften das hilfsverb do immer nur causativ gebraucht
wird, niemals, wie späterhin, zur blossen umschreibung des
verbalbegriffs . . Im Romaunt of the Rose dagegen fänden wir etwa
ein dutzend ausreichend sichere fälle, in denen οἷο in dieser
letzeren, rein umschreibenden bedeutung, die bei Chaucer nie
anzutreffen ist, gebraucht wird. Nun zeigt aber sofort ein blick
auf die von L. angeführten elf verszahlen, dass diese sämmtlich
dem fragment B angehören». Die zusammenstellung von
doppelformen u. dgl. in Chaucers echten werken s. 129 ff. ist sehr
wertwoll. Dagegen scheint es mir, als ob der verf. in dem
abschnitte s. 138 ff.: «Der stil der fragmente A und C» etwas
zu weit gegangen ist; er hat daselbst für fast jede zeile der
fragmente parallelstellen aus den echten werken verzeichnet, und zwar
so vollständig, dass der übersetzer z. b. ausdrücke wie 1 ors ef li
argens nicht durch silver and gold wiedergeben kann, ohne dass
K. gewissenhaft die stellen zusammenstellt, wo Chaucer die beiden
metalle zusammen erwähnt; die sąmmlungen sind sehr vollständig
und zeugen von Kaluzas grossem fleisse, sind aber z. t. doch
recht überflüssig.
Für fragment A wird jedermann zugeben müssen, dass der
verf. recht hat, ebenso darin dass B nicht yon Chaucer verfasst
sein kann; ob dagegen C wirklich dem dichter zuzuschreiben ist,
ist wegen der reime y: ye nicht so unzweifelhaft; ich bin in bezug
darauf nicht so vollständig überzeugt wie auf den anderen punkten,
vgl. auch Skeats vorsichtige stellung, s. die citirte ausg. I, 6 f.
und die anm. s. 441 zu v. 5810. Jedenfalls hat aber Kaluza
einen ungemein wertvollen beitrag zur Chaucerforschung geliefert.
Kopenhagen, im Juli 1894. .
Otto Jespersen.
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