- Project Runeberg -  Nordisk tidskrift for filologi (og pædagogik) / Tredie række : Tredie bind /
46

(1874-1922)
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46 O. Jespersen: Anm. af Kaluza, Chaucer u. d. Rosenroman, (wie 1675, 1683, 1685 und 1691) durch Ænoppe wiedergegeben ; sobald wir aber zum fragment B übergehen, finden wir das frz. wort einfach beibehalten, v. 1770, 1786 usw. Der zweite beweisgrund ist der dialekt; die reime von A und C stimmen in allen wesentlichen punkten mit dem dialekte von Chaucers echten dichtungen überein; die untersuchung von denreimen in A und C und eine sehr genaue vergleichung mit den in Chaucers anderen werken vorkommenden ist von Kaluza mit grosser liebe vorgenommen und bildet einen sehr wertvollen teil von seiper arbeit. Andere sprachliche und metrische eigentümlichkeiten weisen alle auf dasselbe ergebniss hin. Ich will hier nur eins anführen. «Lounsbury weist darauf hin, dass in Chaucers echten schriften das hilfsverb do immer nur causativ gebraucht wird, niemals, wie späterhin, zur blossen umschreibung des verbalbegriffs . . Im Romaunt of the Rose dagegen fänden wir etwa ein dutzend ausreichend sichere fälle, in denen οἷο in dieser letzeren, rein umschreibenden bedeutung, die bei Chaucer nie anzutreffen ist, gebraucht wird. Nun zeigt aber sofort ein blick auf die von L. angeführten elf verszahlen, dass diese sämmtlich dem fragment B angehören». Die zusammenstellung von doppelformen u. dgl. in Chaucers echten werken s. 129 ff. ist sehr wertwoll. Dagegen scheint es mir, als ob der verf. in dem abschnitte s. 138 ff.: «Der stil der fragmente A und C» etwas zu weit gegangen ist; er hat daselbst für fast jede zeile der fragmente parallelstellen aus den echten werken verzeichnet, und zwar so vollständig, dass der übersetzer z. b. ausdrücke wie 1 ors ef li argens nicht durch silver and gold wiedergeben kann, ohne dass K. gewissenhaft die stellen zusammenstellt, wo Chaucer die beiden metalle zusammen erwähnt; die sąmmlungen sind sehr vollständig und zeugen von Kaluzas grossem fleisse, sind aber z. t. doch recht überflüssig. Für fragment A wird jedermann zugeben müssen, dass der verf. recht hat, ebenso darin dass B nicht yon Chaucer verfasst sein kann; ob dagegen C wirklich dem dichter zuzuschreiben ist, ist wegen der reime y: ye nicht so unzweifelhaft; ich bin in bezug darauf nicht so vollständig überzeugt wie auf den anderen punkten, vgl. auch Skeats vorsichtige stellung, s. die citirte ausg. I, 6 f. und die anm. s. 441 zu v. 5810. Jedenfalls hat aber Kaluza einen ungemein wertvollen beitrag zur Chaucerforschung geliefert. Kopenhagen, im Juli 1894. . Otto Jespersen.

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