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J. L. Heiberg: Anm. af Paulys Realencyclopädie. 183
weis von orphischer Lehre (Citat eines unserer orphischen Hymnen)
bei Demosthenes or. XXV wird die Unechtheit dieser Rede, die
auch sonst angefochten wird, sehr wahrscheinlich gemacht (S. 139).
Was 5. 28 vom leukadischen Felsen gesagt wird, mag richtig
sein, aber die in Anm. 3 erwähnten Grabreliefs wären besser
nicht damit in Verbindung gebracht. Für einige wenigstens ist
die Erklärung unabweisbar, dass sie Kriegern, die in der
Seeschlacht gefallen (so der trauernde Krieger auf der Triere, in
Athen), oder Fischern, die ertrunken sind (so der Fischer im
Kahn, im Museum auf Mykonos), gesetzt wurden, und von diesem
Gesichtspunkt aus sind wohl die übrigen zu erklären, so wenig
ich auch sonst mit der Deutungsmethode mich befreunden kann,
die auf den griechischen Grabreliefs keine Symbolik dulden will.
Mit diesem Abriss ist der Reichthum des Buchs natürlich
keineswegs erschöpft, aber hoffentlich so weit angedeutet, dass,
wer für die Entwickelung der Jenseitsvorstellung bei den Griechen,
für den Binfluss der merkwürdigen orphischen Bewegung auf das
griechische Geistesleben und für die Beziehungen zwischen
Christenthum und Griechenthum sich interessirt — und das sind doch
wichtige philologische Fragen —, sehen wird, dass er aus
Dieterichs Buch manches lernen kann.
23. IX. 94.
J. L. Heiberg.
Paulys Real-Encyclopädie der classischen Altertumswissenschaft,
neue Bearbeitung. Unter Mitwirkung zahlreicher
Fachgenossen herausgegeben von Georg Wissowa. I.
Stuttgart 1894, J. B. Metzlerscher Verlag.
_ Der er neppe nogen Videnskab, der kræver saa stor
Alsidighed som Philologien, hvis Enhed som Videnskab næsten trues
af Stoffets Mangfoldighed, som det er umuligt for en enkelt at
beherske; med den nuværende stærke Arbejdsdeling løber den
Fare for at opløse sig i en Række Stumper Culturhistorie.
Enheden beror udelukkende paa, at Philologien — den classiske;
moderne Philologi i denne Forstand gives endnu ikke; det er
væsenlig blevet ved Sprogvidenskab, og Phonetiken synes at ville
opsluge de enkelte philologiske Rørelser — har til Gjenstand de
to uadskillelige Culturer, hvorpaa vor egen hviler. Men hermed
er ogsaa Mangfoldigheden givet. Da Philologiens Materiale er
disse Culturers Efterladenskab i Litteratur og Monumenter, som
svarende til deres alsidige Udvikling spænder over saa godt som
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