- Project Runeberg -  Lehrbuch der physiologischen Chemie /
256

(1910) [MARC] Author: Olof Hammarsten - Tema: Chemistry
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 6. Das Blut - I. Blutplasma und Blutserum - Das Blutserum

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Extraktiv-
stoffe im
Serum.
Amino-
säuren.
Scclistes Kapitel.
allgemeinen mit dem Globulin und mehr selten mit dem Albumin ausgefällt,
verhalten sich aber insoferne verschieden, als einige von der Euglobulin-, andere
von dei Pseudoglobulinfraktion mit niedergerissen werden.
Die nicht eiweissartigen organischen Bestandteile des Serums sind beson-
ders eingehend von E. Letsche studiert worden, und er hat ausser schon
vorher bekannten Stoffen auch mehrere Säuren, darunter zwei stickstoffhaltige
Säuren von noch nicht näher erforschter Natur gefunden. Diese, nebst anderen
von ihm gefundenen, stickstoffhaltigen Substanzen repräsentieren einen Teil des
sog. Reststickstoffes, d. h. desjenigen Stickstoffes, welcher nach vollstän-
diger Entfernung der koagulablen Proteinstoffe noch im Serum zurückbleibt.
Als Repräsentanten des Reststickstoffes sind viele, schon längst bekannte Serum-
bestandteile, in erster Linie der Harnstoff, zu nennen. Hierher gehören ferner
Kreatin, Karbaminsäure, Ammoniak, Hippursäure, Phosphor-
fleischsäure (Pastella)2), Spuren von Indol (Hervieux) ^), vielleicht
auch Harnsäure, die von Abeles^) im Menschenblute gefunden sein
soll, während Letsche dieselbe im Pferdeblute nicht finden konnte. Letsche
fand ebensowenig Mono- oder Diaminosäuren und Purinbasen, die man sonst
ebenso wie Lysin (Neuberg und Richter) Leuzin, Tyrosin und
Gail en säuren unter pathologischen Verhältnissen in Blutserum gefunden hat.
Nach J. Browinski®) sollen Proteinsäuren (s. Kap. 15) im Serum vor-
handen sein. Das Vorkommen von Albumosen ist, wie oben erwähnt, etwas
strittig. Über das Vorkommen von Aminosäuren liegen mehrere Untersuchungen
vor (v. Bergmann, Howell, Letsche u. a.) ’^), welche ein solches Vorkommen
sehr wahrscheinlich machten, und in neuester Zeit hat A. Bingel®) das Vor-
handensein von Glykokoll im normalen Rinderblute beweisen können. Dass
die Menge des Reststickstoffes nach der Verdauung grösser als im Hunger ist,
dürfte ferner sichergestellt sein (G. v. Bergmann und L. Langstein, H. Hohlweg
und Hans Meyer) ^).
Die Farbstoffe des Blutserums sind nur wenig bekannt. Im Pferdeblut-
serum kommt neben anderem Farbstoff oft, wie Hajmemarsten zuerst zeigte,
Bilirubin vor, welches nach A. Ranc sogar der einzige Farbstoff des Serums
bei diesem Tiere sein soll. Derselbe Farbstoff kommt nach Biffi und Galli
Zeitschr. f. physiol. Chem. 53.
Panella, Zit. nach ViRCHOWs Jahresb. f. 1902, S. 150.
Compt. rend. soc. biol. 56.
*) Wien. med. Jabrb. 1887.
®) Deutsch, med. Wocbenschr. 1904.
®) Zeitschr. f. physiol. Chem. 54 u. 58.
’) V. Bergmann, Hofmeisters Beiträge 6; Howell, Amer. Journ. of Physiol. 17;
Letsche 1. c.
®) Zeitschr. f. physiol. Chem. 57.
V. Bergmann u. Langstein, Hofmeisters Beiträge 6; Hohlweg u. Meyer
ebenda 11.

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