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707

(1910) [MARC] Author: Olof Hammarsten - Tema: Chemistry
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 15. Der Harn - II. Organische, physiologische Harnbestandteile

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Urobilin. Uroerythrin.
das Spektrum geben. Ein anderes, verhältnismässig einfaches Verfahren hat
Grimbert^) angegeben. .
Der Nachweis von Urobilin in den Fäzes kann in verschiedener Weise
und sehr einfach mit Hilfe des alkoholischen Extraktes nach einem von
Salkowski^) angegebenen Verfahren geführt werden.
Zur quantitativen Bestimmung des Urobilins verfährt G. Hoppe-Seyler )
in folgender Weise. 100 ccm Harn werden mit Schwefelsäure angesäuert und
mit Ammoniumsulfat gesättigt. Der, erst nach längerer Zeit abfiltrierte Nieder-
schlag wird auf dem Filtrum mit gesättigter Ammoniumsulfatlösung gewaschen
und, nach dem Abpressen, mit gleichen Teilen Alkohol und Chloroform wieder-
holt extrahiert. Die filtrierte Lösung wird im Scheidetrichter mit Wasser versetzt,
bis das Chloroform sich gut abscheidet und ganz klar wird. Die Chloroform-
lösung wird dann in einem gewogenen Becherglase auf dem Wasserbade ver-
dunstet, der Rückstand bei 100° C getrocknet und darauf mit Äther extrahiert.
Das Ätherextrakt wird filtriert, der Rückstand auf dem Filtrum in Alkohol
gelöst, wieder in das Becherglas gebracht und eingedampft, worauf getrocknet
und gewogen wird. Nach dieser Methode fand er im Tagesharn Gesunder 0,08
bis 0,14, im Mittel 0,123 g Urobilin.
Das Urobilin kann auch spektrophotometrisch, nach Fe. Müllek oder nach Saillet^,
bestimmt werden. Nach Saillet liegt die Grenze für die W ahrnehmbarkeit des Absorptions-
bandes einer sauren Urobilinlösung bei einer Konzentration von 1 mg Urobilin in 22 ccm
Lösung, wenn die Dicke der Flüssigkeitsschicht 15 mm beträgt. Behufs einer quantitativen
Bestimrauug hat man also die Urobilinlösung bis zu dieser Grenze zu verdünnen und dann
die Menge aus dem bekannten Flüssigkeilsvolumen zu berechnen. Der frisch gelassene, vor
dem Lichte geschützte Harn wird mit Essigsäure angesäuert, bei Petroleumlicht mit Essig-
äther vollständig ausgeschüttelt und das gelöste Urobilinogen mit Salpetersäure zu Urobilin
o.xydiert. Durch Zusatz von Ammoniak und Schütteln mit Wasser geht das Urobilin in
wässerige Lösung über. Man säuert mit Salzsäure an und verdünnt, bis die obige Grenze
erreicht wird.
Uroerytliriii hat man denjenigen Farbstoff genannt, welcher die oft schön
rote Farbe des Harnsedimentes (Sedimentum lateritium) bedingt. Es kommt
auch oft, wenngleich in nur sehr kleiner Menge, in normalen Harnen gelöst
vor. Seine Menge ist vermehrt nach starker Muskeltätigkeit, nach starkem
Schwitzen, Unmässigkeit im Essen und im Genüsse alkoholischer Getränke wie
auch nach Verdauungsstörungen, bei Fieber, Zirkulationsstörungen in der Leber
und bei mehreren anderen pathologischen Zuständen,
Das Uroerythrin, welches besonders von Zoja, Riva und Garrod studiert
worden ist, hat eine rosa Farbe, ist amorph und wird von dem Lichte, besonders
wenn es gelöst ist, sehr schnell zerstört. Das beste Lösungsmittel ist Amyl-
alkobol ;
weniger gut ist Essigäther und dann folgen Alkohol, Chloroform und
V’asser. Die sehr verdünnten Lösungen zeigen rosa Farbe; die mehr kon-
zentrierten sind rötlich orange oder feuerrot. Sie fluoreszieren weder direkt noch
nach Zusatz von ammoniakalischer Chlorzinklösung, zeigen aber eine starke Ab-
Vergl. Chem. Zcntralbl. 1904, I, S. 1C23.
’’*
*) Arb, a. d. pathol. Inst. Berlin, Fcstschr. 1906 (Hirsch wald).
VmcHOws Arch. 124.
*) Fr. Müller; vcrgl. Huppert-Neubauer, S, 861; Saillet 1. c.
®) Zoja, Arch. ital. di clinica med. 1893 und Zcntralbl. f. d. med. Wiss. 1892; lllVA,
Gaz. med. di Torino Anno 43, zit. nach Malys Jabresb, 24; Garrod, Journ. of Physiol. 17 u. 21.
45*
Quanti-
tative Be-
stimmung.
Bestim-
mung nach
Saillet.
Uroery-
thrin.
Eigen-
schaften.

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