- Project Runeberg -  Lehrbuch der physiologischen Chemie /
723

(1910) [MARC] Author: Olof Hammarsten - Tema: Chemistry
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 15. Der Harn - III. Anorganische Bestandteile des Harnes

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Sulfat- und Ätherschwefelsäurebestimimuig.
2 5 g H. SO.i pro 24 Stunden angeschlagen werden. Da die Schwefelsäure
hauptsächlich aus dem Eiweisse stammt, geht auch die Schwefelsäureausscheidung
der Stickstoffausscheidung ziemlich parallel, und das Verhältnis N : HgSO^ ist
auch ziemlich regelmässig = 5 : 1. Ein vollständiger Parallelismus ist nicht zu
erwarten, weil einerseits ein Teil des -Schwefels stets als neutraler Schwefel aus-
geschieden wird und andererseits der (niedrige) Gehalt der verschiedenen Protem-
stoffe an Schwefel relativ weit grössere Abweichungen als der (höbe) Gebalt an
Stickstoff zeigt. Im grossen und ganzen geben indessen sowohl unter normalen
wie unter krankhaften Verhältnissen die Stickstoff- und Schwefelsäureausscbei-
dung einander ziemlich parallel. Die Schwefelsäure kommt im Harne teils prä-
formiert (als Sulfatschwefelsäure) und teils als Ätberschwefelsäure vor. Man be-
zeichnet allgemein jene als Ä- und diese als ^-Schwefelsäure.
Die Menge der Gesamtschwefelsäure bestimmt man, unter Beobachtung
der in ausführlicheren Handbüchern gegebenen Vorschriften, in der Weise, dass
man 100 ccm des filtrierten Harnes nach Zusatz von 5 ccm konzentrierter Salz-
säure 15 Minuten kocht, im Sieden mit 2 ccm gesättigter BaCla-Lösung fällt
und dann noch einige Zeit erwärmt, bis das Baryumsulfat sich vollständig ab-
gesetzt hat. Der Niederschlag muss nach dem Auswaschen mit Wasser auch
mit Alkohol und Äther (zur Entfernung harzartiger Substanzen) gewaschen werden,
bevor er nach den allgemein bekannten Vorschriften behandelt wird.
Zur getrennten Bestimmung der Sulfatschwefelsäure und der Ätherschwefel-
säure kann man nach der Methode von Baumann erst die Sulfatschwefelsäure
aus dem mit Essigsäuie angesäuerten Harne mit BaClg ausfällen und dann durch
Sieden nach Zusatz von Salzsäure die Ätherschwefelsäuren zersetzen und die
freigewordene Schwefelsäure als Baryumsulfat ausfällen. . Noch besser verfährt
man jedoch auf folgende, von Salkowski^) angegebene Weise..
200 ccm Harn fällt man mit dem gleichen Volumen einer Barytlösung,
welche aus 2 Vol. Barythydrat- und 1 Vol. Chlorbaryumlösung, beide bei Zimmer-
temperatur gesättigt, besteht. Man filtriert durch ein trockenes Filtrum, misst
von dem Filtrate, welches nur die Ätherschwefelsäuren enthält, 100 ccm ab,
setzt 10 ccm Salzsäure von dem spez. Gewicht 1,12 zu, kocht 15 Minuten und
erwärmt dann auf dem Wasserbade, bis der Niederschlag sich vollständig ab-
gesetzt hat und die darüberstehende Flüssigkeit vollständig klar geworden ist.
Dann filtriert man, wäscht mit warmem Wasser, mit Alkohol und Äther und
verfährt im übrigen nach den üblichen Vorschriften. Aus der Differenz zwischen
der so gefundenen Ätherschwefelsäure und der in einer besonderen Plarn-
portion bestimmten Gesamtschwefelsäure berechnet sich die Menge der Sulfat-
schwefelsäure.
Von dem gewöhnlichen Verfahren etwas abweichende, aber, wie es scheint,
zweckmässige Vorschriften zur Bestimmung sowohl der Sulfat- wie der Äther-
schwefelsäure und des Gesamtschwefels hat Folin“) gegeben.
Nitrate kommen in geringer Menge im Menscbenharue vor (Schönbein) mul sie
stammen wahrscheinlich von dem Trinkwasser und der Nahrung her. Nach Weyl und CiTRON®)
’) Baumann, Zeitschr. f. physiol. Chem. 1; Salkoavski, Virchows Arch. 79.
*) Journ. of Biol. Chemistry 1, und Amer. Journ. of Ph3’siol. 13, Nr. 1.
Schönbein, Journ. f. prakt. Chem. 92; Weyt-, Virchows Arch. 9(J, mit Citron,
ebenda 101.
Sulfate im
Harne.
Bestim-
mung der
Gesamt-
schwefel-
säure.
Gesonderte
Bestim-
mung der
Sulfat- und
der Äther-
schwefel-
säure.
Nitrate.
46*

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