- Project Runeberg -  Lehrbuch der physiologischen Chemie /
790

(1910) [MARC] Author: Olof Hammarsten - Tema: Chemistry
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 16. Die Haut und ihre Ausscheidungen

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790 Sechszehntes Kapitel.
Chitin.
Eigen-
schaften.
Erh.tzen UM Ess.gsäureanhydricl wird das Cbitosan in eine chitinähnlid.e Sub-
stanz ubergeiubit, die indessen nicbt mit dem Chitin identisch ist. Das Cbitosan
ist in AVasser und Lauge unlöslich, wird aber von verdünnten Säuren gelöst.
Von Salzsäure wird es unter Abspaltung von Essigsäure und GlliUsamiu zer-
setzt. Nach V. FOeth und Busso liefert es durch Säurespaltung 25 p c Essiu-
saure und 60 p. c. Glukosamin.
In trockenem Zustande ist das Chitin eine weisse, spröde Masse von der
Form der ursprünglichen Gewebsbestandteile. In siedendem Wasser, in Alkohol,
Äther,
^
Essigsäure, verdünnten Mineralsäuren und verdünnten Alkalien ist es
unlöslich. Von konzentrierten Säuren wird es gelöst. Von kalter konzentrierter
Salzsaure wird es ohne Zersetzung gelöst, von siedender Salzsäure wird es zer-
setzt.
^
Zu Jod oder zu Jod und Schwefelsäure verhalten sich die Chitine etwas
verschieden, indem einige von ihnen rotbraun, bezw. blau oder violett, andere
dagegen nicht gefärbt werden (Krawkow).
Das Chitin kann aus Insektenflügeln oder aus Hummer- und Krebspanzern,
aus den letzteren nach vorgängiger Extraktion der Kalksalze mit einer Säure,
leicht_ hergestellt werden. Mau kocht die Flügel oder Schalen mit Alkalilauge,
bis sie weiss geworden sind, wäscht dann mit Wasser, darauf mit verdünnter
Darstellung. Saure und Wasser aus. Die letzten Beste von Farbstoffen können mit Perman-
ganat zerstört werden. Den Überschuss des letzteren entfernt man mit ver-
dünnte Bisulfitlösung, wäscht darauf mit Wasser und extrahiert mit Alkohol
und Äther.
Hyalin nennt man den organischen Hauptbestandteil der Wand der Echinokokkus-
zystenscicke. In chemischer Hinsicht steht es dem Chitin nahe oder zwischen ihm und dem
Eiweiss. In den älteren, mehr durchsichtigen Blasen ist es ziemlich frei von Miueralstoffen,
in jüngeren Blasen soll es dagegen eine grössere Menge (16 p. c.) Kalksalze (Karbonate,
Phosphate und Sulfate) enthalten.
Die Zusammensetzung ist nach LÜCKE
Hyalin. C H N O
Für ältere Blasen 45,3 6,5 5,2 43,0
Für jüngere Blasen 44,1 6,7 4,5 44,7
Durch die Abwesenheit von Schwefel wie auch durch seine Eigenschaft, beim Sieden
mit verdünnter Schwefelsäure eine reduzierende, gärungsfähige, rechtsdrehende Zuckerart in
grösserer Menge (50 p. c.) zu gehen, unterscheidet es sich von dem Keratin einerseits und
dem Eiweiss andererseits. Durch die Eigenschaft, von Kali- oder Natronlauge oder von ver-
dünnten Säuren allmählich gelöst zu werden, wie auch durch Löslichkeit beim Erhitzen mit
Wasser auf 150® C unterscheidet es sich von dem Chitin.
Die Farbstoffe der Haut und der Horngebilde sind verschie-
dener Art, aber nur wenig studiert. Die in dem MALPiGHischen Schleimnetz, be-
sonders bei Negern, und in den Haaren vorkommenden schwarzen oder braunen
Pigmente gehören zu der Gruppe von Farbstoffen, welchen man den Namen
hl e 1 a n i 11 e gegeben bat.
Melanine. Mit diesem Namen hat man mehrere verschiedenartige, in
Haut, Haaren, Chorioidea, Sepia, gewissen pathologischen Neubildungen, Blut
Melanine, uiid Harn bei Krankheiten vorkommende, amorphe, schwarze oder braune Pig-
mente bezeichnet, welche in Wasser, Alkohol, Äther, Chloroform und verdünnten
Säuren unlöslich sind. Von diesen Pigmenten sind einige, wie das Sarko-
9 ViECHOWs Arch. 19.

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