- Project Runeberg -  Lehrbuch der physiologischen Chemie /
823

(1910) [MARC] Author: Olof Hammarsten - Tema: Chemistry
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - 18. Der Stoffwechsel bei verschiedener Nahrung und der Bedarf des Menschen an Nahrungsstotfen - I. Allgemeines und Methodisches über Stoff- und Kraftwechsel

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Ausgaben des Tierkörpers. 823
Schwierig-
keiten bei
der Bestim-
mung der
beständigen
Ausgaben.
Grösse der
Ausgaben
beim
Menschen.
der tierischen Säfte oder Gewebe gewe.sen sind, nieht zu den Ausgaben des Organismus ™ j^^este der^
eißentlichen Sinne gerechnet werden können, so ist jedoch ihre quantitative Bestimmung bei Darme.
StofTwechselversuchen für gewisse Fälle unumgänglich notwendig.
o
Die Bestimmung der beständigen Verluste ist zum Teil mit grossen Schwierigkeiten
verbunden Die durch abgestosseue Epidermisbildungen, durch die Absonderung des Sekretes
der Talgdrüsen usw. bedingten Ausgaben lassen sich schwerlich quantitativ genau bestimmen
und sie müssen deshalb auch — was in Anbetracht ihrer geringen Menge ohne nennenswerten
Schaden geschehen kann — bei quantitativen Stofifwechselversuchen ausser acht gelassen werden.
Ebensowenig können die im Darminhaltc vorkommenden, mit den Exkrementen den Körper
verlassenden Bestandteile des Schleimes, der GaUe, des Pankreas- und Darrasaftes usw._ von
dem übrigen Darminhalte getrennt und gesondert quantitativ bestimmt werden. Die Unsicher-
heit welche, der nun angedeuteten Schwierigkeiten wegen, den bei Stoffwechselversuchen ge-
fundenen Zahlen anhaftet, ist jedoch denjenigen Schwankungen gegenüber, welche durch ver-
schiedene Individualität, verschiedene Lebensweise, verschiedene Nahrung usw. bedingt werden,
sehr gering. Für die Grösse der beständigen Ausgaben des Menschen können deshalb auch
keine allgemein gültigen, sondern nur ungefähre Werte angegeben werden.
Durch Zusammenstellung der von verschiedenen Forschern gefundenen
Zahlen kann man für einen erwachsenen Mann von 60—70 Kilo Körpergewicht
bei gemischter Kost pro 24 Stunden etwa folgende Ausgaben berechnen:
Wasser 2500- 3500 g
Salze (mit dem Harne) 20 30 „
Kohlensäure 750 900 „
Harnstoff 20 40 „
Sonstige stickstoffhaltige Harnbestandteile . 2 — 5 „
Feste Stoffe in den Exkrementen 20— 50 „
Diese Gesamtausgaben verteilen sich auf die verschiedenen Exkretions-
wege in folgender ungefährer AVeise, wobei jedoch nicht zu übersehen ist, dass
diese Verteilung unter verschiedenen äusseren Verhältnissen in hohem Grade
wechseln kann. Durch die Atmung werden etwa 32 p. c., durch die Haut-
ausdünstung 17 p. c., mit dem Harne 46—47 p. c. und mit den Exkre-
menten 5 — p. c. ausgeschieden. Die Ausscheidung durch Haut und Lungen,
die man unter dem Namen „Perspiratio insensibilis“ bisweilen von den
sichtbaren Ausscheidungen durch Nieren und Darm unterscheidet, würde also
im Mittel etwa 50 p. c. der gesamten Ausscheidungen betragen. Diese, nun
angeführten relativen Mengenverhältnisse können jedoch infolge des bei ver-
schiedenen Gelegenheiten sehr wechselnden WasserVerlustes durch Haut und
Nieren sehr bedeutend schwanken.
Die stickstoffhaltigen Exkretbestandteile bestehen hauptsächlich aus Harn-
stoff, bezw. Harnsäure bei gewissen Tieren, und den übrigen stickstoffhaltigen
Harnbestandteilen. Der Stickstoff verlässt also zum unverhältnismässig grössten
Teil den Körper durch den Harn; und da die stickstoffhaltigen Harnbestand-
teile Endprodukte der Eiweissumsetzung ira Organismus sind, so lässt sich, wenn
man den Gehalt des Eiweisses an Stickstoff zu rund 16 p. c. annimmt, durch
Multiplikation des HarnStickstoffes mit dem Koeffizienten 6,25 = 6,25)
die entsprechende Eiweissmenge berechnen.
Eine andere Frage ist jedoch die, ob der Stickstoff den Körper nur mit
dem Harne oder auch auf anderen Wegen verlässt. Dieses letztere ist regelmässig
der Fall. Die Darmausleerungen enthalten stets etwas Stickstoff, welcher, wie
in dem Vorigen (Kap. 9) betont wurde, zwar zum Teil von nicht resorbierten
Resten der Nahrung, grösstenteils aber und bisweilen fast ausschliesslich von
Harn-
stickstoff.

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