- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - I. Physische Geographie. Einl. von [G. Sundbärg] Gunnar Andersson - 5. Pflanzengeographie. Von H. Hesselman

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nördlichen Halbkugel, während die höchsten und nördlichsten Teile sich durch
eine Vegetation auszeichnen, deren Charakterzüge denen der
arktischen Tundra gleichen. Das ganze Land unterhalb des Hochgebirges
hat ein ausgeprägtes Waldklima. Die regenreichen Herbste und die
schneereichen Winter versehen den Boden mit einem bedeutenden
Wasservorrat, so dass auch während des trockensten und wärmsten Teiles der
Vegetationsperiode der Wasserbedarf der Bäume befriedigt werden kann.
Während des Winters herrschen dort meist milde und feuchte Winde, so
dass die Bäume keiner starken Verdunstung ausgesetzt sind, während die
Tätigkeit der Wurzeln infolge der Kälte gelähmt ist. Auch im
nördlichsten Teile des Waldgebietes hat die Vegetationsperiode einen wärmeren
Monat mit einer mittleren Temperatur von ungefähr 11° C. Der Wald ist in
diesem Gebiete die durch das Klima bedingte, natürliche
Vegetationsformation. Andere dort vorkommende Pflanzenformationen sind
entweder durch die besondere Beschaffenheit des Bodens (edaphische
Pflanzenformationen, wie Moore) oder durch das Eingreifen des Menschen in
die Natur (Kulturformationen wie Felder und Wiesen) bedingt.
Infolge verschiedener Sommertemperatur und anderer, wenngleich weniger
bedeutender Verschiedenheiten im Klima haben die Wälder in den
südlichen Teilen eine andere Zusammensetzung als in den nördlichen. Man
unterscheidet eine Buchenwaldregion, die im südlichsten und
südwestlichen Teile des Landes herrscht, eine südliche und eine nördliche
Nadelwaldregion und als Übergangsgebiet zum Hochgebirge die
Birkenwaldregion. Das Klima des Hochgebirges zeichnet sich durch ein stark
baumfeindliches Element aus. Im Winter herrschen kalte und heftige Winde,
die stark austrocknend auf die Bäume wirken; dies wird für die Bäume
umso verhängnisvoller, als das verlorene Wasser aus dem gefrorenen Boden
nicht ersetzt werden kann. Die am höchsten ins Hochgebirge
hinaufreichenden Bäume treten daher in vom Winde stark verunstalteten Formen
auf und die eigentliche Hochgebirgsvegetation, die Hochgebirgsheide, kennt
keine Bäume. Den folgenden fünf Regionen entsprechen so wesentliche
Veränderungen im Charakter der Vegetation, dass das Landschaftsbild
davon beeinflusst wird; es sind: 1) die Hochgebirgsregion, 2) die
Birkenwaldregion, 3) die nördliche Nadelwaldregion, 4) die südliche
Nadelwaldregion
und 5) die Buchenwaldregion.

Die Hochgebirgsregion umfasst die nördlichsten und höchsten Teile
des Landes und erstreckt sich im Süden bis in das nördliche Dalarne. Sie
bildet längs der Reichsgrenze gegen Norwegen einen Gürtel von
wechselnder Breite, der von mehr oder weniger bedeutenden Tälern zerschnitten
oder unterbrochen wird. Ihre Gesamtfläche berechnet man auf etwa 6
Mill. ha. Ihre untere Grenze befindet sich im nördlichen Lappland
ungefähr 500, im nördlichen Dalarne etwa 950 m über dem Meere.

Die Hochgebirgsheide (Fjällheide) ist die für das schwedische Hochgebirge
bezeichnendste Pflanzenformation. Sie ist eine trockene, magere und einförmige
Vegetation, welche die für Schweden charakteristischen Hochflächen weithin

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