Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Das schwedische Volk - 1. Geschichtliche Übersicht. Von E. Svensén
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Die Wikingerzeit hinterlässt den Eindruck einer Zeit wirklicher Grösse,
aber diese gewaltige Entwicklung der Kräfte hatte an der Stärke des Volkes
in hohem Grade gezehrt, und seine Zahl war, nicht zum wenigsten durch die
Auswanderungen nach den Vasallenländern im Osten, herabgesunken. Die
Begegnung mit dem Christentum, das sich nach der Zeit Karls des Grossen mit
unwiderstehlicher Macht im nördlichen Europa ausbreitete, hatte einen
verhängnisvollen Einfluss auf die altgermanische Kultur ausgeübt. In vieler
Herzen war der alte Asenglaube ausgestorben, ohne dass ein neuer christlicher
Glaube an seine Stelle getreten wäre. Aber im Augenblick des Todes selbst
stieg die alte Lehre zum höchsten Grad poetischer Schönheit empor. In
Übereinstimmung mit den irdischen Verhältnissen stellte man sich den alten
Odin als einen himmlischen Grosskönig vor, der in Walhall mit Ratsherren
und Hof thronte. Aber dieser Odin und seine Asen erfüllten schliesslich
nicht die sittlichen Forderungen ihrer Anbeter, und so waren sie dem
Untergange geweiht.
Die Übergangszeit umfast den Zeitraum von 1050 bis 1250. Sie zeichnet
sich durch schwere und langwierige innere Kämpfe aus, hauptsächlich zwischen
Christentum und Heidentum, aber infolgedessen auch zwischen den
einzelnen Landschaften: zwischen Uppsveen,[1] Ost- und Westgoten die
sich über die Erbfolge nicht einigen konnten. Während dieser
Streitigkeiten wurde das Reich allmählich ein Wahlreich, mit dem
anerkannten Vorrecht der Uppsveen, einen König zu wählen, der dann im
Ting der übrigen Landschaften bestätigt werden sollte. Diese neue
Rechtsordnung konnte sich jedoch nur schwer durchsetzen und hatte
viele Ausnahmen zu erdulden.
Im Anfang scheint ein mächtiges Westgötengeschlecht, nach seinem ersten
König das Stenkilsche genannt, ohne Widerstand in die Stelle der alten
Könige getreten zu sein, mit denen es auf der weiblichen Seite verwandt war.
Stenkils Sohn Inge suchte, um einem Befehl des grossen Papstes Gregor VII.
zu gehorchen, die Bekehrung der Heiden mit Macht zu beschleunigen, hatte
aber nur den Erfolg, sie zum Widerstand und zu der erneuten Forderung zu
reizen, er solle die Götteropfer vollbringen, wie es dem König von altersher
zukäme. Anfangs wurde er überwunden und musste sich in das nunmehr
völlig christliche Västergötland zurückziehen. Doch glückte es ihm bald,
den heidnischen Gegenkönig Blotsven zu überfallen und zu töten. Des letzteren
Geschlecht scheint jedoch zeitweise seine Macht aufrechterhalten zu haben,
wenigstens in seinem Stammlande Östergötland, und so entstand eine starke
innere Zersplitterung, infolge deren Schweden im Jahre 1111 Jämtland und
Härjedalen an Norwegen verlor.
Das Stenkilsche Geschlecht starb vor 1130 aus. Zu dieser Zeit scheint die
Macht des Heidentums gebrochen zu sein, doch der Gegensatz zwischen den
drei Hauptstämmen und deren Ansprüchen war noch da. Während eines
Jahrhunderts kämpften um die Krone die männlichen Nachkommen
Blotsvens, das Sverkersche Geschlecht, dessen Stütze Östergötland war, mit seinen
Nachkommen weiblicherseits, dem Erikschen Geschlecht, dessen Stütze in
Svealand lag, während die Westgoten eine Zeit lang dänischen
Fürsten zuneigten, die in der weiblichen Linie von Stenkils Söhnen
abstammten. Sverker und seine Sippe waren jetzt eifrige Christen und
Verfechter der päpstlichen Ansprüche, die im Jahre 1200 durch die
Steuerfreiheit des der Kirche gehörenden Grundbesitzes und durch den
Umstand, dass die Priester nicht der weltlichen Gerichtsbarkeit unterstellt waren,
befestigt wurden. Im Gegensatz hierzu scheint das Geschlecht Eriks des
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