- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Das schwedische Volk - 2. Demographische Verhältnisse. Von [G. Sundbärg] E. Arosenius

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dieser Zeit aus seinem früheren, mehr isolierten Erwerbsleben hinaus und in die
Weltkonkurrenz hineingezogen worden ist, unter Verhältnissen, die für das
schwedische Volk in hohem Grade ungünstig gewesen sind — wie das in dem
Abschnitt über die Gewerbe näher angegeben wird. Hieraus erklären sich
sowohl die Abnahme der Heiratsfrequenz als auch der Eintritt der Auswanderung.
In dem Masse, wie die angedeuteten Übergangsschwierigkeiten in dem
Erwerbsleben überwunden werden, dürften daher auch Aussichten bestehn, dass die
beiden bedauerlichen Erscheinungen einmal aufhören werden.

Bestritten werden kann jedoch nicht, dass die Abnahme der Heiratsfrequenz
teilweise auch den so stark gesteigerten Ansprüchen in Bezug auf die
Lebenshaltung mit den dadurch erhöhten Schwierigkeiten, eine Familie zu begründen,
zuzuschreiben sein dürfte. Dass eine gewisse Bedeutung auch der verminderten
Sterblichkeit und der dadurch bedingten verlängerten Wartezeit auf den »ererbten
Lebensunterhalt» zukommt — wie besonders von Wicksell und Flodström
hervorgehoben worden ist — hat viel Wahrscheinlichkeit für sich, wiewohl die
Abnahme der Sterblichkeit teilweise auch in entgegengesetzter Richtung wirkt:
durch Erhöhung des Wohlstandes und dadurch bedingte grössere Leichtigkeit,
sich den »erworbenen Lebensunterhalt» zu verschaffen.


Geschlossene Ehen. Die obige Darstellung bezieht sich auf die
Verteilung der Bevölkerung nach dem Zivilstande. Es erübrigt noch kurz
über die üblichen demographischen Details betreffs geschlossener Ehen
zu berichten. Die Hauptsachen werden in Tab. 22 mitgeteilt.

Hingewiesen sei hier auf die ausserordentliche Abnahme der Anzahl
Wiederverheiratungen in Schweden, die ohne Zweifel mit der verminderten
Sterblichkeit in Verbindung steht. Gegenwärtig sind die Wiederverheiratungen seltener
bei den Schweden als in nahezu allen anderen Ländern unseres Weltteils.

Das mittlere Alter beim Eintritt in die Ehe ist während der Jahre 1901—10
30·03 Jahre für die Männer und 26·89 für die Frauen gewesen. Der
Altersunterschied beträgt also 3·14 Jahre; er war früher ungewöhnlich niedrig in
Schweden, hat aber in letzteren Zeiten etwas zugenommen. Wird allein die
erste Verheiratung berücksichtigt, so war das mittlere Alter der Männer 28·66
Jahre und der Frauen 26·40, bei den Wiederverheiratungen dagegen das der
Männer 45·27 und das der Frauen 40·34 Jahre.

Von sämtlichen eheschliessenden Männern in den Jahren 1901—10 waren 0·4%
jünger als 21 Jahre, und von sämtlichen eheschliessenden Frauen 13 %. Diese
Ziffern sind die niedrigsten ihrer Art in ganz Europa. Die Frage der Bedeutung


Tab. 22. Relative Anzahl geschlossener Ehen.

Jährlich Ehen auf 1 Mill. Einw. Auf 1 Mill. Einw. Verheir. Auf 1 Mill. Einw. Verheir. anf 1 000
Unver-heir. 20—45 Jahre Auf 1 Mill. Einw. wiederverheiratete
[-unver-heir.-]
{+unver- heir.+} Männer, 20—50 Jahre verheir. Männer, in erster Ehe [-Unver-heir.-] {+Unver- heir.+} 20—50 Jahre [-unver-heir.-] {+unver- heir.+} Frauen, 20-4.) Jahre verheir. Frauen, in erster Ehe Witwer und
Geschiedene Witwen und
Geschiedene
1751 —75 . . . 8 681 65 253 7 234 1109 72 195 7 633 105-7 1450 1051
1776 -00 . . . 8 369 76 172 6 956 91-3 77 055 7 315 94-9 1413 1054
1801 -25 . . . 8 595 74 733 7189 96-2 74 208 7 549 101-7 1406 1046
1826 -50. . . 7 310 75 876 6 339 83-5 70 457 6 638 94-2 971 672
1851 -75 . . . 7 041 83 281 6 242 74-9 78 987 6 595 83-5 799 446
1876 -00 . . . 6191 80 516 5 553 69 0 77150 5 906 76-ti 639 285
1901 -10. . . 5 996 85 212 5 502 64-fi 77 863 5 786 74-3 494 210

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