- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Das schwedische Volk - 2. Demographische Verhältnisse. Von [G. Sundbärg] E. Arosenius

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Seit dem achtzehnten Jahrhundert ist also die mittlere Lebensdauer in
Schweden von 35 auf 55 Jahre gestiegen. Schon diese Tatsache allein
genügt wohl, um die vollständige Revolution erkennen zu lassen, die das
letztverflossene Jahrhundert innerhalb nahezu aller Verhältnisse des
menschlichen Lebens mit sich gebracht hat.

Nach den Sterblichkeitsverhältnissen während des Jahrzehnts
1891—1900[1] betrug die bevorstehende mittlere Lebensdauer bei der Geburt: in
Schweden 52,30, in Norwegen 52,22, in Dänemark 51,75, in England 46,00,
in Belgien 47,12, in den Niederlanden 47,80, in Finnland 44,30, in
Frankreich 47,44 Jahre.

Auf dem Lande in Schweden[2] beträgt die mittlere Lebensdauer sogar
53,55 Jahre, in den Städten aber nur 47,32. Für die Männer betrug die
mittlere Lebensdauer auf dem Lande 52,77, in den Städten 43,93 Jahre;
für die Frauen auf dem Lande 54,35, in den Städten 50,43 Jahre.

Aus der reichhaltigen schwedischen Sterblichkeitsstatistik seien zum Schlusse
noch einige Einzelheiten angeführt. Auf dem Lande ist von 1816—40 bis
1901—10 die totale Sterblichkeit (aller Altersstufen) von 22,26 ‰ auf 14,89, in den Städten dagegen von 34,44 auf 14,96 heruntergegangen. Die Sterbeziffer
der Städte war also während der ersteren Periode 55 % höher als die des platten
Landes, während der letzteren Periode dagegen nicht voll 1 % höher — ein
sprechender Beweis für die Verbesserung der Gesundheitspflege und der
Kommunalverwaltung überhaupt in den städtischen Gemeinwesen. Das Übergewicht,
das der Regel nach noch in den Städten gegenüber dem platten Lande
vorkommt, bezieht sich fast vollständig auf die jüngsten Altersstufen (besonders
unter Kindern unehelicher Geburt) sowie auf die männliche Bevölkerung im
mittleren Alter. Auch bei verheirateten Frauen ist die Sterblichkeit etwas höher
in den Städten.

Die Säuglingssterblichkeit betrug für die Jahre 1891—1900 102 auf tausend
Lebendgeborene. Für das platte Land war die betreffende Ziffer 95 ‰, für
die Städte 130; im Län Värmland war sie nur 74 ‰, im Län Jönköping 75,
im Län Skaraborg 77, usw., am höchsten war sie in den Länen Västernorrland
und Norrbotten (137 bezw. 138) sowie in Stockholm (169). Erinnert sei
daran, dass die Durchschnittsziffer für Westeuropa ungefähr 175 ‰ sein dürfte.
— Unter den ehelieh Geborenen war die Säuglingssterblichkeit in Schweden
94 ‰ unter den unehelich Geborenen 169 ‰.

Durch gewaltsame Todesursachen (ausser Selbstmord) kamen jährlich
1821—40 etwa 640 pro Million der Bevölkerung um, während der 1890er Jahre dagegen
nur 452.

Die verschiedenen Monate des Jahres zeigten während der Periode
1891—1900 folgende Sterblichkeitsziffern pro Jahr und tausend Einw.: Januar
19,99, Februar 19,41, März 18,75, April 18,78, Mai 17,70, Juni 15,61, Juli 13,95,
August 13,03, September 12,86, Oktober 13,72, November 15,33 und Dezember
17,40. Der Jahresdurchschnitt war 16,36. In älteren Zeiten war der Frühling
die verhängnisvollste Jahreszeit, jetzt dagegen ist es eher der Winter. — Die
Einwirkung der Jahreszeit auf die Sterblichkeit ist geringer in Nordschweden
als in Südschweden — umgekehrt wie man es sich vielleicht vorstellen möchte.
Zwischen Land und Stadt ist der Unterschied am grössten im Winter, besonders
für das männliche Geschlecht. In den höchsten Altersklassen ist die


[1] Für einige der fraglichen Länder fällt die Beobachtungsperiode nicht genau mit dem
genannten Jahrzehnt zusammen.

[2] Laut Berechnungen für das Jahrzehnt 1891—1900.

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