Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - III. Staatsverfassung und Verwaltung. Einl. von E. Hildebrand - 2. Staatsverwaltung. Von E. Söderberg - Landesverteidigung. Von H. Hult
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DIE LANDESVERTEIDIGUNG.
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seiner schnellen und entscheidenden Operationen nicht erfassen, ebensowenig
wie die schwer bewegliche Reiterei dieser Zeit die Bedeutung der kühnen und
kräftigen Attacken der schwedischen Reiter einzusehen vermochte. Jahrzehnte
sollten vergehen, ehe die kühne Kampfesweise der schwedischen Reiterei
allgemeinere Würdigung in Europa fand. Erst die Stürme der französischen
Revolution, die über unseren Weltteil fegten, öffneten wieder der Allgemeinheit den
Blick für den wirklichen Charakter der Kriegführung Karls XII.
Zwei Jahrhunderte sind seitdem verflossen. Die veränderten politischen
Verhältnisse, die für Schweden während dieser Zeit eingetreten sind, haben ganz
natürlich auch dem schwedischen Heere ihr Gepräge aufgedrückt. Die
Kriegseinrichtungen haben heute nur noch das Ziel: Erhaltung der Neutralität und
siegreiche Wahrung der Freiheit und Selbständigheit des schwedischen Volkes.
Auf die Erreichung dieses Ziels wird in dem schwedischen Heere heutzutage
intensiv, plan- und kriegsmässig gearbeitet. Diese Arbeit ist besonders erfolgreich
gewesen, wenn man ihre Resultate vom Gesichtspunkt der kurzen
Ausbildungszeit der Wehrpflichtigen betrachtet. Einen vollgültigen Beweis der guten
Ausbildungsmethoden des schwedischen Heeres lieferten die Olympischen Spiele in
Stockholm 1912, wo die Vertreter der Armee in den internationalen militärischen
Wettkämpfen glänzende Siege auf dem Gebiete der Schiessausbildung und
Reitkunst heimführten.
Die jetzige Organisation des schwedischen Heeres ist auf der
allgemeinen Wehrpflicht aufgebaut. Um der Heeresordnung grössere
Festigkeit zu geben, gibt es jedoch verhältnismässig starke Cadres einer
freiwillig eintretenden festangestellten Mannschaft.
Die Wehrpflichtigen. Jeder Schwede ist wehrpflichtig.
Stellvertretung oder Loskauf sind unstatthaft. Die Wehrpflicht reicht von dem
Phot. Malmström, Stockholm.
Infanterie in Feldbefestigung.
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