Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 9. Die schöne Literatur. Von R. Steffen
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552 IV. DAS UNTERRICIITSWESEN UND DIE GEISTIGE KULTUR.
In Opposition zu der realistischen Ideenrichtung traten mehrere jüngere
Dichter. V. v. Heidenstam (geb. 1859) kämpfte anfangs gegen den grossen Mangel
an Phantasie und Lebensfreude, der die herrschende Schule kennzeichnete, und
veröffentlichte eine Reihe lyrischer Gedichte und Romane, in denen er
farbenreiche Bilder aus dem bunten Leben des Orients entrollt, erfüllt von
Phantasie-und Lebensrausch. Seine späteren Arbeiten — so der historische Novellenzyklus
»Karolinerna» — sind von der Liebe zur Natur und Geschichte des Vaterlandes
inspiriert. Gleichzeitig mit Heidenstam brach auch O. Levertin (1862—1906)
mit dem Realismus. Seine Phantasie wurde von dem Mystizismus des
Mittelalters befruchtet; in seinen Gedichten liegt etwas Präraffaelitisches, und wie bei
den zeitgenössischen französischen Dichtern mischt sich der Spiritualismus mit
ästhetischem Sensualismus. In seinen letzten Prosaschriften wissenschaftlichen
oder novellistischen Inhalts ist sein Ton frischer, seine Kunst gleichzeitig
vollendeter.
Einer der nationalsten Dichter ist G. Fröding (1860—1911), der ohne
Anschluss an eine bestimmte Schule die Natur und das Volksleben in seiner
Heimatprovinz Värmland mit einer Frische und einem Humor ohnegleichen ge-
55a
Selma Lagerlöf.
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