- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
588

(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 10. Die schönen Künste - Tonkunst. Von K. Valentin

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IV. DAS UNTERRICHTS WESEN UND DIE (iETSTIGE KULTUR.

Du I’uy, Julius Günther (1818—1904) und viele andere. Alle die, welche das
Glück gehabt haben, Jenny Lind (1820—87) zu hören, bewahren noch heute
die Erinnerung an ihren seelenvollen und herzergreifenden Gesang. Ein
Denkmal ist ihr in Englands Pantheon errichtet worden, ihr Name bleibt für alle
Zeiten der Kunstgeschichte erhalten. Weltberümtheit gewann auch die noch
lebende Christina Nilsson (geb. 1843), welche Sängerin in Stockholm nur
gelegentlich auf der Bühne auftrat, während einer Reihe von Jahren aber einer der
glänzendsten Sterne auf den Opernbühnen der französischen Metropole war,
gleichwie sie auch Triumphe in verschiedenen Städten Europas und Amerikas
feierte. Von schwedischen Sängerinnen, die im Auslande Ruhm und Erfolg
geerntet haben, seien genannt Henriette Nissen-Saloman (1819—79) sowie aus
späterer Zeit vor allem die Koloratursängerin Sigrid Arnoldson (geb. 1801) und
die Wagnersängerin Ellen Gulbranson (geb. 1863). Eine Reihe hervorragender
schwedischer Gesangskünstler sind vorzugsweise in der Heimat und besonders an
der Stockholmer Oper tätig gewesen, wie Louise Michaeli (1830—75), Fredrika
Stenhammar (1836—80), Signe Hebbe (geb. 1837), Mathilda Grabow, Gräfin
Taube (geb. 1852), Selma Ek (geb. 1856), Dina Edling (geb. 1854), Carolina
Östberg (geb. 1853), Mathilda Jungstedt (geb. 1864), Valborg Svärdström (geb.
1879), Dagmar Möller (geb. 1866), Oscar Arnoldson (1830—81), Fritz Arlberg
(1830—96), Anders Willman (1834—97), Johannes Elmblad (1853—1010), Carl
Fredrik Lundqvist (geb. 1841) und Arvid Ödmann (geb. 1850). Auch
gegenwärtig zählt die Oper eine nicht unbeträchtliche Anzahl mit grossen und
schönen Stimmen begabter Mitglieder, dank deren künstlerischem Können das
Königl. Theater imstande ist, auch hohe Anforderungen stellende Werke
darzubieten, Sängerinnen und Sänger wie die Damen Julia Claussen (geb. 1879),
Davida Hesse-Lilienberg (geb. 1877), Anna Oscar (geb. 1875) und Baronin
Magna Skogman (geb. 1874), die Herren Jolin Forseil (geb. 1868), Carl
Lejd-ström (geb. 1872), Henning Malm (geb. 1872), Åke Wallgren (geb. 1873) u. a.

Schon zu Fredriks I. (gest. 1751) Zeit wurden öffentliche Konzerte im Saal
des »Ritterhauses» gegeben. Dort führte Roman Werke von Händel auf, die
Harmonische Gesellschaft konzertierte dort unter der Leitung Zellbells d. J.
(1719—80), dort wurde im Jahre 1801 zum erstenmal in Schweden Haydns
»Schöpfung» aufgeführt. Gegenwärtig wirken in der Hauptstadt die
Gesellschaften »Musikföreningen», »Nya filharmoniska sällskapet», »Folkkonsertförbundet»,
welch letztere mit finanzieller Unterstützung seitens der Kommune Konzerte für
Arbeiter und weniger Bemittelte veranstaltet, u. a. Chorvereine.
Symphoniekonzerte werden von der Königl. Hofkapelle gegeben und sind früher u. a. von
Aug. Meissner (1833—1903), Andreas Hallen sowie ein Jahrzehnt hindurch von
dem »Konzertverein» und seinem Dirigenten Tor Aulin veranstaltet worden.
Regelmässige Kammermusikabende sind während der letzten fünfundzwanzig Jahre
(auch in Provinzstädten) von dem »Aulin-Quartett» gegeben worden, seit zwei
Jahren von dem »Kammermusikverein».

In den Provinzstädten dauerte es lange, ehe das Musikleben allgemeinere
Bedeutung erlangte. In Uppsala, wo, gleichwie auch in Lund, der in Schweden
sehr beliebte Männerchorgesang vorzugsweise gepflegt und auf eine hohe Stufe
der Ausbildung gebracht worden ist, erhielt seit der Mitte des verflossenen
Jahrhunderts das Musikleben eine erhöhte Bedeutung durch die von dem Director
müsices der Universität J. A. Josephson veranstalteten Oratorienaufführungen
sowie die von ihm — später von seinen Amtsnachfolgern Ivar Hedenblad und
Hugo Älfven — geleiteten Orchesterkonzerte der Akademischen Kapelle und die
Chorkonzerte der Philharmonischen Gesellschaft. In Gotenburg, wo mit
einigen Unterbrechungen von der Mitte der 1850er Jahre an bis gegen Ende des
Jahrhunderts Symphonie- und Chorkonzerte unter Leitung von Fr. Smetana
(1824—94), Jos. Czapek (geb. 1825), Andreas Hallen und Karl Valentin gege-

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