- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Erster Teil : Land und Volk /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 11. Die wissenschaftliche Forschung - Geschichte. Von L. Stavenow

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IV. DAS UNTERRICIITSAVESEN UND DIE GEISTIGE KULTUR.

des schwedischen Reichsrats, Schwedische Reichstagsakten von 1523 an sowie
eine zweite Serie von 1718 an; vom Ministerium des Äussern: die wichtige
Aktensammlung der Traktate Schwedens; von der Akademie für schöne Literatur,
Geschichte und Altertumskunde: Axel Oxenstiernas Schriften und Briefwechsel;
von der Ritterschaft und dem Adel Schwedens: die Reichstagsprotokolle des Adels
von 1627 ah u. a. m. Von Urkundenherausgebern der letzten Jahrzehnte mögen
besonders genannt sein: O. S. Rydberg (1822—99), der gewissenhafte Herausgeber
der obenerwähnten ausgezeichneten Serie der Traktate Schwedens; C. G. Styffe
(1817—1908), spezieller Kenner des Mittelalters; C. Silfverstolpe (1840—99); E.
Hildebrand (geb. 1848), 1881—1905 Redakteur des jetzigen bedeutendsten Organs
schwedischer Geschichtsforschung, der »Historisk tidskrift» (Historischen
Zeitschrift); P. Sondén (geb. 1853); S. Bergh (geb. 1858) und Th. Westrin (geb. 1850).

Die moderne schwedische Geschichtsforschung hat sich — was ja natürlich ist —
vorzugsweise mit der Geschichte des Vaterlandes beschäftigt. Eine Reihe von
bedeutenden und auf umfassende Quellenstudien gegründeten Darstellungen der
Geschichte der verschiedenen Zeitabschnitte sind verfasst von den jetzt
verstorbenen Forschern C. G. Styffe (späteres Mittelalter), F. F. Carlson (1811—87;
Periode von 1654—1706), dessen Werk von seinem Sohne Ernst Carlson (1854
—1909; Zeit von 1706—10) fortgesetzt wurde, C. G. Malmström (1822—
1912; Freiheitszeit), C. T. Odhner (1836—1904; Perioden 1632—44 und
1772—88). Diese Arbeiten gehören sämtlich zu den besten Werken der
modernen schwedischen Geschichtsschreibung. Bedeutende Arbeiten auf verschiedenen
Gebieten lieferten H. Forssell (1843—1901; ökonomische Geschichte), M.
Weibull (1835—1902; Geschichte des 17. Jahrhunderts), Elof Tegnér (1844—1900;
die gustavianische Epoche), H. L. Rydin (1822—1904) und O. Alin (1846—1900),
beide wirksam auf dem Gebiete der schwedischen Verfassungsgeschichte sowie
des schwedischen Staatsrechts und des schwedisch-norwegischen Unionsrechts,
H. Hildebrand (1842—1913; Mittelalter, Kulturgeschichte), K. H. Karlsson
(1856—-1909; Mittelalter, Genealogie). Auf biographischem Gebiete mögen H.
Wieseigren (1835—1906) und Ellen Fries (1855—1900), auf dem
kriegsgeschichtlichen A. Hammarskjöld (1848—1908) genannt werden.

Augenblicklich wirken an der Universität Uppsala H. Hjärne (geb. 1848;
Universalhistoriker, Kenner der Geschichte der slavischen Völker, hervorragender
Lehrer), S. Boëthius (geb. 1850; Perioden Sigismunds und Karls IX.; Geschichte
der französischen Revolution, Staatswissenschaft), N. Edén (geb. 1871;
Verwal-tungs- und Verfassungsgeschichte des 16. und 17. Jahrhunderts), H.
Almquist (geb. 1880; osteuropäische Politik Schwedens); an der Universität Lund
S. Clason (geb. 1867; innere Geschichte des 17. Jahrhunderts, Anfang des
19. Jahrhunderts), A. Stille (geb. 1863; Kriegsgeschichte, Geschichte Karls XII.);
an der Stockholmer Hochschule O. Varenius (geb. 1857; schwedische
Verfassungsgeschichte); an der Goten burger Hochschule L. Stavenow (geb. 1864;
Geschichte des 18. Jahrhunderts), R. Kjellén (geb. 1864; schwedisches Staatsrecht
und Verfassungsgeschichte). Im übrigen sind zu nennen: E. Hildebrand
(Geschichte des 16. Jahrhunderts, schwedische Verfassungsgeschichte), C. Annerstedt
(geb. 1839; Kulturgeschichte), G. Björlin (geb. 1845; Kriegsgeschichte), N. Höjer
(geb. 1853; Verfassungsgeschichte), N. Wimarson (geb. 1872; Krieg und
Diplomatie des 17. Jahrhunderts), R. Fåhraeus (geb. 1865; 17. Jahrhundert), K.
Hallendorff (geb. 1869; Geschichte Karls XII.), T. Höjer (geb. 1876; Mittelalter),
Redakteur der »Historisk tidskrift» seit 1906, E. Heckscher (geb. 1879;
schwedische Wirtschaftsgeschichte) und andere jüngere Forscher. Als populär
wissenschaftliche Schriftsteller sind O. Sjögren (geb. 1844) und E. Svensén (geb. 1850)
zu erwähnen. — Die kriegsgeschichtliche Abteilung des Generalstabes ist seit
mehreren Jahrzehnten mit einer ausführlichen Darstellung des schwedischen
Krieges 1808—09 beschäftigt. Eine lebhafte Forschungsarbeit wird im übrigen

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