Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Unterrichtswesen und geistige Kultur. Einl. von P. E. Lindström - 11. Die wissenschaftliche Forschung - Mechanik und mathematische Physik. Von C. W. Oseen - Astronomie. Von Karl Bohlin
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ASTRONOMIE.
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(geb. 1866, Professor in Stockholm) im Anschluss an ein elastizitätstheoretisches
Problem gelöst. Für die in der Hydrodynamik auftretenden Gleichungen hat
C. W. Oseen (geb. 1879, Professor in Uppsala) dasselbe Problem behandelt. N.
Zeilon (geb. 1886) hat schliesslich eine allgemeine Methode angegeben, die in
zahlreichen Fällen zum Ziele führt. — Im Zusammenhang hiermit mögen H.
Petrinis (geb. 1863) Arbeiten über die Ableitungen der Potentialfunktionen
genannt werden.
Durch die Grundlösungsmethode wird eine grosse Anzahl der für die
mathematische Physik wichtigen mathematischen Probleme auf eine einzige Aufgabe,
die Lösung einer sogenannten linearen Integralgleichung, zurückgeführt. Die
allgemeine Lösung dieses Problems hat Fredholm im Jahre 1900 gegeben. Keine
von Schweden ausgegangene, mathematische Arbeit hat auf die internationale
Wissenschaft einen so starken Einfluss ausgeübt wie diese Fredholmsche Lösung.
Die Theorie der linearen Integralgleichungen wurde dadurch für ein Jahrzehnt
eines der zentralsten, mit grösstem Eifer bearbeiteten Kapitel der Mathematik.
In das Gebiet der rationellen Mechanik fällt S. Kovalevskis (1853—91) berühmte
Entdeckung eines neuen lösbaren Falles in der Frage von der Rotation eines
festen Körpers um einen Punkt herum. Ein Schüler von Frau Ivovalevski ist
G. Kobb (geb. 1863, Professor an der Technischen Hochschule).
Kein Zweig der Mechanik oder der mathematischen Physik ist in Schweden
Gegenstand so vielen Interesses gewesen wie die Hydrodynamik. Dies gilt von
den älteren Zeiten sowohl wie von der neueren und neuesten Zeit. Man geht
kaum fehl, wenn man hierin eine Einwirkung von Schwedens meerumflossenem,
seen- und flussreichem Lande auf dessen Bewohner sieht. Auf die Hydrodynamik
gründete A. V. BäcMund (geb. 1845) unter Einwirkung des Norwegers C. A.
Bjerknes (1825—1903) seinen gross angelegten Versuch, die elektromagnetischen
Vorgänge — und damit viele andere —- mechanisch zu erklären. Innerhalb der
Hydrodynamik war V. F. K. Bjerknes (geb. 1862) während der Zeit
(1893—-1907) tätig, wo er Schweden angehörte. Ein Schüler von Bjerknes ist J. W.
Sandström (geb. 1874), dessen Tätigkeit sich jedoch zunächst auf die
Meteorologie und Hydrographie erstreckt. In das Gebiet der Hydrodynamik fallen V.
W. Ekmans (geb. 1872, Professor in Lund) Hauptarbeiten (Einwirkung der
Erdrotation auf die Meeresströmungen, die Totwassererseheinungen etc.).
Dasselbe gilt von Oseen (Turbulenzphänomen, Stokes Formel etc.). Verschiedene
hydrodynamische Probleme sind von N. Lindskog (geb. 1858), 0. Olssön (geb.
1861) und von Zeilon behandelt worden.
Beiträge zur Entwicklung der Elastizitätstheorie sind von O. Josefsson (geb.
1870) und von IL Grauers (geb. 1869, Professor am Chalmerschen Institut in
Gotenburg) geliefert worden.
Auf dem Gebiete der theoretischen Optik sind A. Gullstrands (geb. 1862,
Professor in Uppsala, Empfänger des Nobelpreises für Medizin im Jahre 1911)
umfangreiche, praktisch wichtige, geometrisch-optische Arbeiten zu nennen. Die
physikalische Optik hat G. Lundqvist (geb. 1841) bearbeitet, der auch auf dem Gebiet
der Wärmelehre tätig gewesen ist.
Zur Theorie des Elektromagnetismus hat II. B. M. Pleijel (geb. 1873, Professor
bei der Telegraphendirektion) durch praktisch und theoretisch wichtige Arbeiten
über die Fortpflanzung elektrischer Wellen in Leitungen und über das galvanische
Element beigetragen.
Astronomie.
Erst gegen die Mitte des 17. Jahrhunderts finden wir die astronomische
Forschung in bemerkenswerter Weise in Schweden vertreten. Damals (1649) wurde
Schwedens erstes astronomisches Observatorium von dem Professor der Mecha-
43—130177. Schweden. I.
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