- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Zweiter Teil : Gewerbe /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - II. Allgemeine Übersicht über Schwedens Gewerbe. Von P. Fahlbeck

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II. ALLGEMEINE ÜBERSICHT ÜBER SCHWEDENS GEWERBE.

dem auch absolut beschäftigt und ernährt sie heute eine weit geringere
Anzahl Menschen als vor vierzig Jahren, trotz der erheblichen
Volksmehrung während desselben Zeitraums. Der relative Rückgang bedeutet,
dass neben der früher vorherrschenden Landwirtschaft Industrie, Handel
u. a. zu Grossbetrieben herangewachsen sind. Der absolute Rückgang in
der ackerbautreibenden Bevölkerung zeugt dagegen von den
Veränderungen, die innerhalb des Erwerbszweiges selbst stattgefunden haben.
Während der letzten Jahrzehnte ist die Maschine in die schwedische
Landwirtschaft eingedrungen, die immer teurer werdende menschliche
Kraft ersetzend und gleichzeitig zu einer immer weiter um sich
greifenden »Industrialisierung» des Betriebes beitragend. Das Ergebnis
dieser Umwandlung zeigt sich auch in einer grossartigen Entwicklung
des Molkereiwesens sowie in Schonen des Zuckerrübenbaus für eine
Zuk-kerindustrie in grossem Stil. So ist die Landwirtschaft in ihrem eigenen
Betrieb wie durch ihre Endprodukte in den grossen Siegeszug des
Indu-strialismus hineingezogen, der jetzt durch die Welt geht. Und es geht
deutlich auf diesem Wege weiter, trotz des seit einigen Jahren energisch
betriebenen Förderung des Klein gr u n cl b esitzes, der teilweise in
entgegengesetzte Richtung führt, ohne doch bekanntlich der Intensität des
Betriebes Eintrag zu tun.

Den grüssten Anteil an der Bodenfläche Schwedens hat der Wald.
Na-turgemäss ist daher die Forstwirtschaft einer der hervorragendsten
Erwerbszweige des Landes. Sie erfordert nicht so viel Arbeitskraft wie die
Landwirtschaft und ernährt infolgedessen nur einen verhältnismässig
geringen Teil der Bevölkerung. Sie ist aber eine der grössten
Reichtumsquellen des Landes. Schwedens Ausfuhr besteht etwa zur Hälfte in
Wald-produkten. und auf dem Weltmarkte ist Schweden, wenigstens in
gewöhnlichen Jahren, andauernd der grösste Lieferant in dieser Branche. Durch
eine Jahr für Jahr rationeller gehandhabte Verwendung des ungeheuren
Waldkapitals, die seit 1903 durch den Anfang einer Waldgesetzgebung
unterstützt wird, wird diese Reichtumsquelle für alle Zukunft
sichergestellt; und dank einer fortgesetzten Entwicklung der auf die reichen
Waldbestände sich gründenden Industrien werden dieselben für das Land
immer nutzbringender. Mit der immer stärkeren Entwicklung der
Herstellung von Papiermasse, der Papierfabrikation, der Bau- und
Möbeltischlerei u. a. vollzieht sich auch hier allmählich der Übergang von der
blossen Gewinnung von Rohstoffen zur Veredlungsindustrie.

Tab. 1 führt fast 15 Millionen Hektar als »anderen Boden» auf, d. h.
solchen, der nicht für die Kultur in Anspruch genommen wird. Ein nicht
geringer Teil dieser gewaltigen Fläche ist jedoch von Mooren bedeckt,
die man jetzt immer mehr zur Gewinnung von Heizmaterial und
Torf-slreu ausbeutet. Man nimmt an, dass manche Strecken sich nötigenfalls
auch zur Kultivierung und für Waldwuchs eignen würden. Den grössten
Teil nehmen indes Berge und Hochgebirge ein. also unfruchtbares,
deshalb aber nicht wertloses Land. Denn in diesen Einöden hat die Natur

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