- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Zweiter Teil : Gewerbe /
117

(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - III. Landwirtschaft. Einl. von H. Juhlin Dannfelt - 3. Molkereiwesen. Von L. G. Thomé

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

dell gegenwärtige stand der milchwirtschaft.

117

solche Steigerung der Betriebskosten wirkt natürlich höchst nachteilig auf die
Ökonomie der Molkerei ein; in dünnbevölkerten Gegenden des Landes, wo es
unmöglich ist, eine grössere Milchmenge zusammenzubekommen, ohne dass die
Transportkosten allzu drückend werden, ist es daher schwierig gewesen, eine
lohnende Butterproduktion zustande zu bringen. Eine Methode, dieses Problem
zu lösen, ist indessen während der letzten Jahre versucht worden. Ende der
1890er Jahre wurde in Nybro in Småland eine auf Rahmlieferung gegründete
Sammelmolkerei, eine sog. Rahmmolkerei, angelegt. In Glimåkra im nördlichen
Teil des Läns Kristianstad wurde 1904 eine Genossenschaftsmolkerei nach
demselben System errichtet, die sich als wirtschaftlich lohnend erwies, und sie hat
seitdem mehrere Nachfolger in Waldgegenden erhalten. An diese Molkereien wird
Rahm geliefert, der zuhause bei den einzelnen Produzenten mittelst
Handseparatoren aus der Milch gewonnen wird. Hierdurch wird der Transport in hohem
Grade erleichtert, und auch die übrigen Betriebsausgaben der Molkerei werden
geringer. Ein Übelstand haftet jedoch diesem Molkereitypus an; der zuhause
gewonnene Rahm wird nämlich nicht immer so gut behandelt, wie es
wünschenswert wäre, und daher fällt es diesen Molkereien schwer, die Qualität der
erzeugten Butter auf der Höhe zu erhalten. Möglich wäre es vielleicht, diesen
Übelstand durch Anlegung kleiner Entrahmungsstationen um eine zentrale
Butterungsmolkerei herum zu vermeiden; ein solches System ist jedoch nur unter der
Voraussetzung denkbar, dass die Entrahmungsstationen sich hinreichend billig
stellen. Eine Möglichkeit hierzu scheint die von der Aktiengesellschaft Baltic
seit dem Jahre 1911 in den Handel gebrachte Baltic-Turbinenmolkerei zu bieten,
die eine Kombination bildet von Dampfkessel, turbinengetriebenem Separator,
Regenerativpasteurisator und den nötigen Pumpen, alles von der
Separatorturbine getrieben; das Ganze nimmt eine Bodenfläche von liXl’i qm in Anspruch,
und die Leistung beträgt 750—800 kg in der Stunde. Die Molkerei kann
auch als selbständige Buttermolkerei arbeiten, da ein kleineres Butterfass daran
angebracht werden kann.

Eine nicht unbedeutende Menge Butter, sowohl für den eigenen Bedarf wie
zum Verkauf, wird zuhause in Haushaltsmolkereien erzeugt, sog. Bauernbutter.
In dünnbevölkerten Gegenden, wo Rahmmolkereien noch nicht Eingang
gefunden haben, werden in recht grosser Ausdehnung in den Haushalten
Handseparatoren und Handbutterfässer gebraucht. Dies gilt für grosse Teile von
Norrland, in den Länen Kopparberg sowie Göteborg und Bohus. Im letzteren Län
ist teils infolge dieses Haushaltsmolkereibetriebs, teils infolge des grossen
Milchverbrauchs für den direkten Konsum in Gotenburg und in Fischerdörfern,
Steinmetzereien und Bädern, der grössere Molkereibetrieb fast ausgestorben. Im
Jahre 1890 gab es dort 32 Molkereien mit einer jährlichen Milchzufuhr von
9 600 000 kg, im Jahre 1910 betrug die Anzahl der Molkereien nur 5 mit einer
Milchmenge von 2 200 000 kg.

Die Käsebereitung hat während der beiden letzten Jahrzehnte langsame, aber
sichere Fortschritte gemacht; der Zuwachs entfällt jedoch nur auf die fetteren
Käsesorten, die Erzeugung von Magerkäse geht dagegen zurück, wie aus
nachstehenden Zahlen hervorgeht.

Jahr

ganzfettem
Käse, kg

Erzeugung von

halbfettem viertelfettem
Käse, kg Käse, kg

1890 ... 1745110 586 570 — 4 261 900

1895 ... 2123 287 742 487 — 4 048 701

1900 ... 3 265 734 1463 370 182 809 2 523 542

1905 ... 4 440 707 2 006 258 203 486 1 978 747

1910. . . 5 667 620 2 360 953 494 007 1 613 479

[-Mager-Käse,-]

{+Mager-
Käse,+} kg

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Mon Dec 11 19:14:32 2023 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/schwed13/2/0129.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free