- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Zweiter Teil : Gewerbe /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IV. Forstwirtschaft - 2. Forstindustrie. Von E. Arosenius - Flösserei. Von Th. Örtenblad

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IV. FORST WIKTSCHAFT.

verdrängt, weil bei Verwendung der letzteren mehr Holz in den Spänen abgeht.
Nachdem der Baum gefällt ist, wird er in einen oder mehrere Stämme von
geeigneter Länge zersägt (»aptiert»). Sägestämme schneidet man bis zu
mindestens 5 englischen Zoll (12’ö cm) am oberen Ende bei Fichten und bis zu 6
Zoll (15 cm) bei Kiefern, bei einer Länge von 15 Fuss (4*6 m) — je weiter
entfernt von der Küste, desto dicker müssen die Stämme sein, um den
Transport lohnend zu machen. Bauholz muss wenigstens 1 Zoll (18 cm) am oberen
Ende haben, bei einer gewöhnlichen Länge von 28 bis 32 Fuss (etwa 9 m).
Balken müssen, grob behauen, in der Mitte eine Breite von mindestens 8 Zoll
(23 cm) haben; die Länge kann verschieden sein. Kleinere, vierkantig behauene
Stämme heissen Sparren. Was zu grösseren oder wertvolleren Holzarten nicht
verwendet werden kann, wird in Gegenden, wo ein Verkauf möglich ist, zu
Brennholz zerhauen.

Das gebräuchlichste Mittel zum Transport des Nutzholzes sind Schlitten. Diese
können sehr einfach sein, nur aus einem Paar Kufen und einem Querverband
sowie einer Querleiste am Vorderteil des. Schlittens bestehend. Kürzere Stämme
und Brennholz werden auf 2 bis 3 m langen Langschlitten transportiert.
Für längere Stämme nimmt man zwei Schlitten, auf deren Querverbänden die
Stammenden befestigt werden. Auf diese Weise transportiert man auf ebenen
Winterwegen gewaltige Ladungen, 10 bis 12 Stämme von 18 Fuss Länge, mit
einem Pferd. Im nördlichen Teil von Norrland bedient man sich für den
Holztransport zuweilen der Remitiere. An solchen, glücklicherweise seltenen,
Stellen im Walde, wo man keine Zugtiere verwenden kann, gibt es kein anderes
Mittel zur Beförderung der Stämme als die Armkraft, wobei man das Holz,
wenn der Schnee tief genug ist, mit dem oberen Ende voran die steilen
Abhänge hinunterstürzt. Wagen benutzt man zum Holztransport nur auf guten
Wegen und selbstverständlich nur, wenn der Boden schneefrei ist.

Flösserei.

Eine Anzahl Sägewerke erfreuen sich des Vorzuges, ihre Wälder so
nahe zu haben, dass das Holz direkt zum Werke gefahren werden kann.
Eine erhebliche Menge Holz wird mit der Eisenbahn befördert. Die
wichtigste und -vorteilhafteste Art des Holztransports ist jedoch die Flösserei.
Kiefernes Schnittholz, das einige Monate im Wasser gelegen hat, ist
weniger geneigt, sich krumm zu schlagen, als unmittelbar nach dem Fällen
des Baumes zersägtes. Geflösstes Holz ist auch leichter zu bearbeiten und
bekommt eine gleichmässigere Farbe, wohingegen nicht geflösstes
haltbarer sein soll. Die Meinungen auf diesem Gebiete sind in den einzelnen
Ländern verschieden: in England will man nur geflösstes Holz haben, weil
solches von Pflanzensäften und Baumharz befreit ist; in anderen Ländern,
wie Deutschland, Dänemark und auch ini Süden von Schweden, nimmt
man ebenso gern mit ungeflösstem Holz vorlieb. — Ausser dem für die
Sägewerke bestimmten Holz wird eine sehr erhebliche Menge Balken, zur
Gewinnung von Holzkohle sowie zur Gewinnung von Holzstoff für die
Papierfabrikation dienendes Holz, mitunter auch Brennholz geflösst.

Ohne die Flösswasser wäre es in vielen Fällen unmöglich, die
Waldprodukte aus dem Innern des Landes für andere Zwecke zu verwerten als
für den Lokalbedarf. Schwedens hervorragende Stellung auf dem interna-

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