Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VI. Bergbau und Hüttenwesen. Einl. von C. Sahlin - 2. Eisenerzeugung. Von J. A. Leffler
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0.")1 VI. BERGBAU UND HÜTTENWESEN.
werden soll. Ein Teil des Schliches kann angewandt werden und
wird auf den Hochöfenwerken angewandt in dem Zustand, in dem
er von der Aufbereitungsanstalt kommt; ein anderer, kleinerer Teil
wird in Flammöfen geröstet und zum Sintern gebracht, aber der
grösste Teil wird zu Briketts gepresst, die hernach in besonders
konstruierten Öfen geröstet und gebrannt werden.
Die Briketterzeugung in Schweden geht aus Tab. 59 hervor.
Tab. 59. Briketterzeug ung in Schweden.
Jahr Aus Schlich t Aus Pnrple-Ore t Summa t
1903 .... 4 205 4 205
1904 .... 14 011 — 14 011
1905 .... 29 600 15 875 45 475
1906 .... 60 925 21 171 82 (HM!
1907 .... 138 434 49 168 187 602
1908 . ... 202516 31320 1 233 836
1909 . . . 141936 34 620 176 556
1910. . . . 252 719 62 751 315 470
1911. . . . 248 809 45 277 294 08«
1912 .... 279 131 58 168 |; 337 299
1912 gab es in Schweden 17 Brikettwerke, darunter eins, Hälsingborg,
zur Behandlung von Purple-ore.
Zur Röstung und Sinterung von Schlich wird einerseits ein von dem
verstorbenen Professor J. G. Wiborgh konstruierter Flammofen mit zwei
Etagen, nämlich in Baggå, Jädraås, Nora, Riddarhyttan, Ulvshyttan und
Uttersberg, andererseits G. O. Peterssons Röstofen: ein Flammofen mit
vier Etagen, in Köping und Långbanshyttan, gebraucht. Beide werden
mit Hochofengas geheizt und erzielen eine recht gute Entschwefelung
und Höheroxydierung des Schliches, sofern sie richtig gewartet werden.
Versuche, die mit rotierenden Schlichöfen in Schweden ausgeführt
wurden, haben kein ermutigendes Resultat gegeben.
Eine ganz andere Bedeutung hat dagegen Ingenieur G. Gröndals
Brikettofen für Schweden gewonnen, wie aus Tab. 59 oben hervorgeht.
Gröndals Ofen besteht aus einem 50 bis 60 Meter langen gemauerten Tunnel
von 1*12 bis I’öo Meter Breite. Mitunter werden zwei solche Tunnels
zusammengebaut, und man erhält dann einen sog. Doppelofen.
Der von der Aufbereitunganstalt kommende Schlich, der etwa 6 bis 8 %
Wasser enthält, wird einer Brikettpresse zugeführt und dort ohne besonderes
Bindemittel zu Briketts mit den Abmessungen 150 X 150 X 65 mm gepresst.
Diese Briketts werden in zwei Schichten auf Wagen plaziert, die je 170 bis 200
davon aufnehmen. Mit bestimmten Zwischenräumen von so und soviel Minuten
wird dann der eine Wagen nach dem andern in das eine Ende des Brikettofens
hineingeschoben, wobei jedesmal alle im Ofen bereits befindlichen Wagen eine
Wagenlänge vorwärtsgeschoben werden und demzufolge auch ein Wagen mit
fertiggebrannten Briketts am anderen Ende des Ofens herauskommt. Die
Umsatzzeit ist je nach der Beschaffenheit des Schlichs verschieden; bei
schwefelhaltigen Schlichen steigt sie auf 60 Minuten. Zu Sandviken beträgt sie
beispielsweise 40 bis 45 Minuten. Ein Wagen Briketts wiegt dort im Mittel 830
kg, und die Produktion pro Woche (zu 7 Arbeitstagen à 24 Stunden) beträgt
190 bis 210 Tonnen.
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