- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Zweiter Teil : Gewerbe /
383

(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VII. Industrie, Handwerk und Hausgewerbe. Einl. von Alf. Larson - 1. Nahrungs- und Genussmittel. Einl. von Alf. Larson - Margarineindustrie. Von Alf. Larson - Rübenzuckerindustrie. Von Å. G. Ekstrand

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RÜBENZUCKERINDUSTRIE.

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In diesem Zusammenhange sei erwähnt, dass 1011 in Schweden 566 344 kg
premier jus hergestellt und 2 816 978 kg eingeführt, 1 409 908 kg Oleomargarin
hergestellt und 388 439 kg eingeführt wurden, und dass von 9 591 742 kg
eingeführten Kokosöls 8 127 916 kg = 85 K zur Bereitung von Pflanzenmargarine
verwendet wurden.1

Seit 1912 gibt es in Kalmar eine Fabrik zur Reinigung von Ivokos- und
Palmkernöl für die Margarinebereitung.

Rübenzuckeriiulustrie.

Schon in den 1830er Jahren wurde in Schweden der Versuch gemacht,
Rübenzucker herzustellen, aber die angelegten Fabriken gingen bald
wieder ein, da die Zuckerausbeute zu gering blieb. Obgleich der Versuch
dann immer wieder erneut wurde, besonders Anfang der 1870er Jahre, kann
doch gesagt werden, dass diese Industrie erst vom Anfang der 1880er
Jahre an festen Fuss in Schweden gefasst hat.

Im Jahre 1912 fanden sich in Schweden 24 Fabriken zur Herstellung
von Rübenzucker, davon eine belegen auf Gottland, eine auf Öland und
eine in jeder der Lane Blekinge, Öster- und Västergötland sowie Halland,
alle übrigen in Schonen. Von letzteren waren 3 sog. Saftstationen (s.
unten). Die schwedischen Zuckerfabriken stehen in technischer Hinsicht
auf der Höhe der Zeit, und die grösseren derselben besitzen eine
Leistungsfähigkeit bis zu 1000 t Zuckerrüben pro Tag, was ungefähr 140
t Zucker entspricht. Unter solchen Verhältnissen ist die Kampagne, die
laut Gesetz vom 1. September bis 31. August gerechnet wird, gewöhnlich
aber in den ersten Tagen des Oktobers beginnt, immer mehr verkürzt
worden, so dass viele Fabriken jetzt ihre Rübenverarbeitung um die
Weihnachtszeit beendet haben.

Bei allen Fabriken wird die Diffusionsmethode angewandt, nach
welcher die Rüben in Schnitzel zerschnitten werden, die in Diffuseuren
mit warmem Wasser ausgelaugt werden. Bei den Saftstationen beschränkt
man sich auf die Auslaugung der Zuckerrüben, wonach der Saft zur
weiteren Bearbeitung nach der Hauptfabrik in unterirdischen Röhren
geleitet wird.

Der für den Rübenanbau nötige Same wird im Auslande eingekauft.
Die Zuckerrübenernte pro Hektar schwankt zwischen 260 und 280 dz
und wird im Durchschnitt auf 270 dz geschätzt. Zum Vergleiche sei
angeführt, dass die Durchschnittsziffern für Deutschland 308 dz, für
Frankreich 265 dz pro lia. sind. Der Ertrag an Zucker pro Hektar ist in
Schweden 40 dz, in Deutschland 45 dz, in Frankreich 33 dz. Der
Zuckergehalt der Zuckerrüben ist während der letzten fünf Jahre im Dureli-

1 Die Ziffern in diesem Abschnitt stimmen zum Teil nicht mit denen der amtlichen
Statistik nberein. weil die dort angegebenen etwas unvollständig sind. Die richtigen Ziffern
beruhen auf unmittelbaren Angaben der Margarinefabriken, die sie der Kommission gemacht
haben, welche das Kommerzkollegium im Frühjahr 1912 einsetzte, um Vorschläge zu
Abänderungen der Zollsätze auf Margarine und ihre Rohstoffe zu machen.

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