- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Zweiter Teil : Gewerbe /
404

(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VII. Industrie, Handwerk und Hausgewerbe. Einl. von Alf. Larson - 2. Textil- und Bekleidungsindustrie. Von G. Sellergren

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vir. INDUSTRIE, HANDWERK UND HAUSGEWERBE.

die schwedischen Angaben über die Ausfuhr nach Norwegen sehr
unvollständig, besonders nach 1897.

Seit uralten Zeiten hat das schwedische Volk Sinn und natürliche Anlage
für die textile Kunst gezeigt. Wenn aber auch die einheimische Textilkunst bis
in die vorgeschichtliche Zeit und die textile Fabrikindustrie bis in die Tage
Gustav II. Adolfs zurückgeht, so hat es sich dabei doch stets in erster Linie
darum gehandelt, den eigenen Bedarf des Landes zu decken. Daraus folgt auch,
dass die innerhalb dieses Erwerbszweiges hergestellten Erzeugnisse im
allgemeinen von einfacherer, für die breiteren Volksschichten anwendbarer Art sind. Der
einheimische Markt hat nicht den Umfang, dass er die mit der Anfertigung
neuer oder spezieller Erzeugnisse verbundenen Kosten ersetzen kann. Und soll
der einheimische Fabrikant mit Aussicht auf Erfolg den Wettbewerb mit dem
massenproduzierenden Ausländer auf Schwedens eigenen Markt aufnehmen können,
so darf er sich nicht auf allzu schwierige Gebiete einlassen, sondern muss sich
an die einfacheren, billigeren, seinem Kundenkreis vorher bekannten Waren
halten. Spätere Zeiten zeigen jedoch einen bemerkenswerten Umschlag in dieser
Hinsicht, indem man sich mehr der Herstellung feinerer Zeuge gewidmet hat.

An erster Stelle in der Textilindustrie des Reiches, hauptsächlich jedoch in
der Baumwollindustrie, steht das Län Älvsborg mit einem Erzeugungswert von
etwa V4 von dem des ganzen Landes und mit der Stadt Borås nebst Umgegend
als Zentrum. Die Wollmanufakturen haben ihren Hauptsitz im Län
Östergötland (Norrköping).

Zur Förderung der textilen Berufsgeschicklichkeit finden sich zwei auf
Initiative von Privatpersonen zustande gekommene Webschulen, nämlich Jolin
Lennings Webschule in Norrköping und die Boräser technische Webschule.
Er-stere wurde 1879 durch eine Schenkung von 300 000 Kr seitens des
Fabrikbesitzers John Lenning gegründet. Die Schule hat einen höheren Kursus zur
Ausbildung von Fabrikanten, Werkmeistern, Musterzeichnern usw., und einen
niederen Kursus (mit hauptsächlich Abendstunden) für Arbeiter und Lehrlinge.
Die Webschule in Borås war ursprünglich eine Privatanstalt, errichtet von dem
Weblehrer S. F. Krebs, wurde aber 1866, auf Initiative der Direktion der
technischen Elementarschule zu Borås, in eine staatliche Anstalt umgewandelt; sie
geniesst gegenwärtig einen Zuschuss seitens des Staates in Höhe von 4 800 Kr
und seitens des Landstinges des Läns Älvsborg in Höhe von 2 900 Kr jährlich.
— Ausserdem finden sich über das ganze Land hin zerstreut eine grosse Anzahl
Wcbschulen zur Förderung des Hausfleisses, von denen besonders erwähnt seien
die Webschule des Vereins »Handarbetets vänner» in Stockholm, die Tullgarner
Webschule, gegründet und unterhalten von I. Maj. der Königin, Frl. N. v.
Engeströms Sehlde in Örebro, Johanna Brunssons praktische Kunstwebschule in
Stockholm, Thora Kulles Webschule in Lund u. a.

Wollindustrie.

Die- eigentliche Veredelung der einheimischen Schafrasse Schwedens
trat erst nach 17.15 ein, wo Jonas Alströmer, mit Recht der »Vater der
schwedischen Industrie» genannt, seine Versuche mit der Naturalisierung
feinwolliger, ausländischer Schafrassen, besonders spanischer Merinoschafe,
begann.

Diese Versuche schienen anfangs günstig auszufallen, so dass 1764 im Lande
nicht weniger als 89 000 Schafe von ungemischter und 23 000 von gemischter
Merinorasse vorhanden waren. Die grössten Anstrengungen wurden seitens der

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