Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VII. Industrie, Handwerk und Hausgewerbe. Einl. von Alf. Larson - 4. Öle, Teer, Gummi und ähnliche Stoffe. Von Alf. Larson
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VII. INDUSTRIE. HANDWERK UND HAUSGEWEliBE.
... , . Jährlich pro Preis für
Jährlich Jwnlnnr in Einwohner 1 kg
Doppelzentnern kg in ^
1871-75 ...... 66 707 1-5 36
1876—80 ...... 113 860 2’5 26
1881—85 ...... 182 294 4’0 20
1886—90 ...... 310 484 6’5 19
1891—95 ...... 449116 9-3 15
1896-00 ...... 622 710 136 15
1901-05 ...... 749 908 144 15
1906-10 ...... 988 837 18-5 15
1910 ........ 1013 786 18-3 13
1911 ........ 1 181 176 21-3 11 5
Die Ausfuhr an Mineralölen hatte 1911 einen Wert von nur 287 000 Kr.
Die Herstellung von Mineralölen sowie Maschinenfetten und Wagenschmiere
hatte 1911 in Schweden einen Wert von 795 000 Kr. In diesem
Zusammenhange sei erwähnt, dass ohne die mineralischen Schmieröle, die eine hohe
Temperatur vertragen, ohne zersetzt zu werden, die moderne Dampfmaschinentechnik
kaum ihren jetzigen hohen Standpunkt erreicht hätte.
Leim und Gelatine.
Der Tierkörper enthält in verschiedenen Teilen sog. leimgebende Stoffe, die
sich durch längeres Kochen in Wasser lösen und in Leim verwandeln. In der
Technik unterscheidet man zwischen Lederleim, den man aus allerlei
Hautabfällen und Flechsen erhält, und Knochenleim, den man aus Tierknochen
herstellt: diese werden zuerst mit Benzin ausgezogen, der das Fett herauslöst, worauf
die Knochen unter Druck mit Wasser ausgekocht werden, das den Leim
löst, oder auch mit Salzsäure, die die mineralischen Bestandteile löst und den
Leim übrig lässt. Das Knochenfett, das so weich ist wie Schmalz, verwendet
man zur Bereitung von Seife, Schmierseife, Stearin u. a. m. Gelatine endlich
ist ein fast farbloser, geschmack- und geruchloser Leim, der mit grosser
Sorgfalt bereitet und in dünnen Platten dargestellt wird. Als Rohmaterial für
Gelatine dient gewöhnlich die an den Kalbsfüssen und Kalbsköpfen sitzende Haut,
die zuerst vom Fett gereinigt und enthaart wird. Von Fischleim kommt
besonders die sog. Hausenblase vor, d. i. die getrocknete innere Haut der
Schwimmblase mehrerer Störarten. Im Zusammenhange mit Leim sei auch die
Herstellung der Buchdruckerwalzenmasse erwähnt, die man erhält, indem man Leim
in Glyzerin von gewisser Stärke unter Zusatz von Zucker löst : gewöhnliche
Buchdruckermasse wird mit Kienrass geschwärzt.
Im Jahre 1911 gab es zur Herstellung von Leim und Gelatine 8 Fabriken
mit 212 Arbeitern und einem Herstellungswert von 1 116 000 Kr. Ausserdem
gab es 2 Fabriken für Buchdruckerwalzenmasse, die für 12 000 Kr produzierten.
In der Fabrikstatistik erscheint die Herstellung von Leim mit steigenden
Ziffern. Die Einfuhr ist unerheblich; 1911 belief sie sich auf 220 000 Kr,
einschliesslich Hausenblase und Gelatine. Die Ausfuhr zeigte einen Wert von
etwa 44 000 Kr.
Teer und ähnliche Stoffe.
In früheren Zeiten, da der Wald nicht den Wert hatte wie jetzt, war
Teerschwelerei und Pechsiederei, besonders in den waldigen Gegenden Norrlands,
sehr gewöhnlich, und Holzteer war eine der wichtigsten Ausfuhrwaren
Schwedens. Heute ist die Teerschwelerei fast ganz auf die beiden nördlichsten Läne
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