Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VII. Industrie, Handwerk und Hausgewerbe. Einl. von Alf. Larson - 9. Chemische Industrie. Von Alf. Larson
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CHLORATE. —
künstliche düngemittel.
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Chlorate.
Chlorat bildet einen notwendigen Bestandteil der Zündhölzer und
Feuerwerkskörper wie auch gewisser Schiesspulversorten. Es ist jetzt, nachdem
man gelernt hat, es auf elektrolytischem Wege darzustellen, Gegenstand
der einheimischen Fabrikation mit Wasserkraft als Erzeugerin der
elektrischen Energie geworden. Die erste Chloratfabrik und auch die erste
elektrochemische Fabrik in Schweden wurde 1893 auf Anregung des Direktors
Oscar Carlson von der Stockholmer Superphosphatfabrik Aktiengesellschaft
in Månsbo bei Avesta, an einem der Wasserfälle der Dalälv, angelegt.
1898 wurde bei Alby im Län Västernorrland eine zweite Chloratfabrik
angelegt, die sich auf die Wasserkraft aus dem vorbeifliessenden Ljungan
stützt. Durch den elektrischen Strom wird aus einem Alkalichlorid Chlor
frei und wirkt auf das gleichzeitig freigewordene Alkali ein, so dass sich
Chlorat bildet.
1911 wurden in den beiden genannten Fabriken mit zusammen 197 Arbeitern
etwa 5 700 Pferdekräfte angewandt.
Für diese Herstellung wurden in demselben Jahre 1 287 507 kg Chlorkalium
im Werte von 283 265 Kr eingefürt.
Die Chloratfabrik in Alby gehört der Albyer Neuen Chloratfabrik
Aktiengesellschaft, deren sämtliche Aktien im Besitz der Jönköpinger und
Vulcan-Zündholz-fabrik Aktiengesellschaft sind.
Seit 1895 gibt es bei Bengtsfors eine Fabrik zur elektrochemischen Herstellung
von Natron und Chlorkalk. Der Herstellungswert in dieser dürfte sich auf
ungefähr 300 000 Kr jährlich belaufen.
Um das Jahr 1871 begann man mit der Herstellung von
phosphorsäurehaltigen Düngemitteln in Form von Superphosphat, und diese Industrie hat
sich seitdem bedeutend entwickelt. Bahnbrecher dieser nunmehr
grossartigen und wichtigem Industrie in Schweden sind der Direktor O.
Carlson in Stockholm und der Konsul N. Persson in Hälsingborg. Obwohl
in Schweden sowohl phosphorithaltige Konglomerate als auch Apatit
vorkommen, die bei hinreichender Reinheit ein geeignetes Rohmaterial zur
Herstellung des Superphosphats bieten, so hat es sich doch gezeigt, dass
der Bedarf der Fabriken an Rohphosphat zum grösseren Teil durch
Einfuhr, vorzugsweise aus Amerika, gedeckt werden muss. Die Phosphorite
von Florida, Carolina und anderen neuentdeckten Lagerstätten sind
nämlich zu Preisen erhältlich, die jede Konkurrenz unmöglich machen.
Schweden hat gegenwärtig (1911) 6 Superphosphat fabriken mit 649 Arbeitern
und einer Erzeugung von 184 883 Tonnen im Werte von 10 428 000 Kr.
Die Erzeugung von Superphosphat ist unten angegeben:
kg Kr
Herstellung, hauptsächlich Kaliumchlorat . . . .3 286 500 1 783 000
Einfuhr................... 252 955 151773
Ausfuhr................... 1 883 363 1 051 841
Künstliche Düngemittel
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