Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - VII. Industrie, Handwerk und Hausgewerbe. Einl. von Alf. Larson - 9. Chemische Industrie. Von Alf. Larson
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explosivstoffe.
In Jahrén mit reichlichem Heringsfang verwendet man einen Teil des
Fanges zur Bereitung von Fischtran (s. oben S. 428) und Fischguano.
Die Herstellung geschieht, indem man den Hering in Wasser kocht, bis das
Öl abgeht, worauf der Rückstand gepresst und getrocknet wird; den so
erhaltenen Stoff nennt man Fischguano. Diese Industrie kommt nur in
dem Lane Göteborg och Bolius vor und wurde 1897 in nicht weniger als 17
Fabriken betrieben, deren Herstellungswert auf 1064 000 Kr geschätzt
wurde, davon 778 000 Kr an Guano. Während der letzten Jahre ist
jedoch dieser Betrieb so gut wie eingestellt worden, da der Heringsfang
weniger ergiebig geworden und infolge vermehrter Verkehrsmittel ein
besserer Absatz für Hering erzielt worden ist.
Verschiedene Städte, wie Stockholm, Gotenburg und Karlstad, haben
zur Verwertung von Abfällen Poudrettefabriken angelegt. Doch
erreichte im Jahre 1911 die gesamte Erzeugung in diesen keinen höheren
Wert als 31 664 Tonnen im Werte von 183 000 Kr.
Von Ammoniumsulfat, in der Statistik als chemisches Präparat
gerechnet, doch hauptsächlich als Düngemittel verwendet, wird in Schweden
1 323 Tonnen im Werte von 269 000 Kr hergestellt.
Der Wert der Gesamterzeugung künstlicher Düngemittel
(einschliesslich Kalkmehl u. a., 1005 000 Kr) stieg im Jahre 1911 zu 12 897 000 Kr.
Die Ziffern für Ein- und Ausfuhr waren dieses Jahr bezw. 12 089 000 Kr
und 3 538 000 Kr, also einer Konsumtion von 21448 000 Kr entsprechend.
Die Einfuhr von Chilesalpeter allein war 31324 Tonnen im Werte von
5 795 000 Kr.
Über das neue Düngemittel Karbidstickstoff oder Kalkstickstoff, siehe
oben Gaz und Azetylen sowie Elektrochemische Industrie unten.
Explosivstoffe.
Die Herstellung von gewöhnlichem Schwarzpulver war in Schweden
schon im Anfang des 15. Jahrhunderts bekannt. Das Schwarzpulver
wird bekanntlich aus Holzkohle, Schwefel und Salpeter hergestellt. Für
Kohle und Schwefel (in Form von Schwefelmetallen) gibt es in Schweden
natürliche Quellen; den Salpeter musste man, ehe der Kalisalpeter, der
sogenannte Konversionssal peter, durch Zersetzung von Chilesalpeter mit
Chlorkalium dargestellt wurde, künstlich durch Auslaugen der unter
den Ställen befindlichen, mit Pottasche gemischten Erde herstellen. Auch
bediente man sich zur Erzeugung von Salpeter besonderer sogenannter
Salpeterplantagen, in denen die Mischung von Erde, Holzasche und Urin
durch geeignetes Umschaufeln eine grössere Ausbeute gewährte.
In früheren Jahrhunderten seit Gustav Vasas Zeit (1523—60), wo die
Herstellung des Schiesspulvers eine Staatsangelegenheit wurde, verlangte der Staat als
eine Art Kronsteuer von beinahe allem Grund und Boden Salpeter, anfangs in
der Form des Verfügungsrechtes über die unter den Ställen befindliche Salpetererde,
die der Salpetersieder des Staates auszukochen hatte, später in Form von
wirklichem Salpeter oder statt dessen einer gewissen Geldentschädigung. Zur
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