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VIII. HANDEL.
tionsinstituts». Der Antrag wurde der Gotenburger Handelssozietät zur
Begutachtung überwiesen und veranlasste die Gründung des Gotenburger Handelsinstituts.
das unter den Auspizien der Sozietät im Jahre 1826 eröffnet wurde. Nachdem
dem Institut 1829 seitens der Stadt eine jährliche Unterstützung von 2 000
Riksdaler Banco bewilligt worden, war sein Bestand vom ökonomischen
Gesichtspunkte aus gesichert. An dem Institut wurden anfangs etwa 30 Schüler
unterrichtet. Während der 1840er Jahre ging indessen die Schüleranzahl sehr
beträchtlich zurück, und erst nach 1860 begann die Lehranstalt grössere Bedeutung
zu erlangen. Nach dem Muster des Gotenburger Handelsinstituts wurde 1865 in
Stockholm »Grosshandelssocietetens i Stockholm handelsskola Frans Schartaus
praktiska handelsinstitut» gegründet, benannt nach dem Mann, der durch sein
energisches Eingreifen am wirksamsten dazu beigetragen hatte, die Folgen der
Handelskrise des Jahres 1857 zu mildern. Im Jahre 1904 wurden zwei neue
»höhere Handelsinstitute» gegründet, eines in Malmö und eines in Hälsingborg,
und schliesslich ist die »Bürgerschule» in Gävle, die unter anderem eine niedere
Handelsschule umfasste, von dem Schuljahr 1912—13 an umgewandelt
worden zu * Gävle borgarskola och lwgre handelsinstitut». Im Jahre 1893 bewilligte
der Reichstag für die beiden damaligen Handelsinstitute einen Zuschuss von
15 000 Kr für das Jahr 1894. Der gleiche Zuschuss wurde auch in den
folgenden Jahren gewährt, im Jahre 1898 aber auf 20 000 Kr und 1902 auf
28 000 Kr erhöht. Der Reichstag von 1908 erhöhte weiter den Zuschuss auf
38 000 Kr, wobei dem Malmöer höheren Handelsinstitut ein Anteil an diesem
Zuschuss bis zu 3 000 Kr zugesprochen wurde. Im Jahre darauf wurden
finden gleichen Zweck 42 000 Kr bewilligt, und durch Beschluss des Reichstages
von 1912 wurde auch das Hälsingborger Institut bezüglich der Teilnahme an
dem Zuschuss auf dieselbe Stufe wie das Malmöer Institut gestellt.
Im Jahre 1908 setzte die Regierung eine Kommission ein mit dem Auftrage,
die Verhältnisse des Handelsunterrichts zu untersuchen und einen Vorschlag
zur Organisation desselben auszuarbeiten. Die 1910 erschienene Denkschrift der
Kommission gab jedoch zu keinem Antrag seitens der Regierung an den
Reichstag betreffs der Organisation des Handelsunterrichts Anlass, dagegen aber
genehmigte der Reichstag 1913 der Hauptsache nach den Antrag der Regierung
auf Erhöhung des Zuschusses an die höheren Handelslehranstalten. Vom Jahre
1914 an wird in den ordentlichen Etat ein Zuschuss von 85 000 Kr an
die »Handelsgymnasien» in Gotenburg, Stockholm und Malmö eingestellt;
ausserdem ist dem Hälsingborger höheren Handelsinstitut ein ausseretatsmässiger
Zuschuss von 3 000 Kr bewilligt worden.
Betreffs der Gründung der Handelshochschide in Stockholm im Jahre 1909
siehe unten.
A. Der höhere Handelsunterricht wird durch die obenerwähnten
4 staatlich unterstützten Lehranstalten, nunmehr Handelsgymnasien
genannt, sowie durch Gävle Borgarskola och högre handelsinstitut vertreten.
Die Organisation dieser Unterrichtsanstalten ist ziemlich gleichartig.
Die Kurse sind zweijährig. An den Handelsinstituten in Gotenburg und
Stockholm gibt es jedoch auch einjährige Abteilungen.
Für die Zulassung zu dem zweijährigen Kursus wird an den staatlich
unterstützten Lehranstalten der Besitz der Kenntnisse verlangt, die in den 5 unteren
Klassen der höheren Schulen erworben werden. Die meisten Aufzunehmenden
haben jedoch das Realschulexamen abgelegt oder besitzen dementsprechende
Kenntnisse. In das mit der Gävler Bürgerschule verbundene Handelsinstitut
werden in erster Linie Schüler aufgenommen, die vier Jahresklassen der
Bürgerschule durchgemacht haben, welch letztere ihren Statuten gemäss »von einem
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