- Project Runeberg -  Schweden : historisch-statistisches Handbuch / Zweiter Teil : Gewerbe /
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(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - IX. Schiffahrt. Von H. Rosman - Bergungs- und Taucherwesen. Von E. A. Smith - Navigationsschulen. Von J. S. Björling

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IX. SCHIFFAHRT.

vor Ferro], welche weltberühmte Bergung der Gesellschaft und ihren Beamten
das höchste Lob der britischen Admiralität eintrug. Grosses Aufsehen erweckte
auch die Bergung des englischen Dampfers »Willysike» 1898 bei den
Kanarien-inseln und des englischen Dampfers »China» im selben Jahre bei Perim im
Roten Meer, des französischen Dampfers »Chile» 1903 vor Bordeaux, des
englischen Dampfers »Cyclops» 1910 im Roten Meer und des »Minehaha» im gleichen
Jahren bei den Scillyinseln. Von besonders schwierigen Bergungen, wobei die
Schiffe aus grösserer Tiefe gehoben wurden, ist vor allem die des Dampfers
: Bore:, zu nennen, der im Jahre 1901 bei Kapellskär nördlich von Furusund auf
35 m Tiefe sank und unter vielen Schwierigkeiten wieder zutage gefördert wurde.
Noch viele andere schwierige Hebungen sind indessen ausgeführt worden, wie
z. B. die eines 1901 bei Dar-es-Salem an der Ostküste Afrikas gesunkenen
Pontondocks, des 1904 in der Nähe des Feuerschiffs bei Nab gesunkenen englischen
Unterseebots A I sowie der schwedischen Schleppdampfer »Eol» und »Styrbjörn»,
ersterer 1908, letzterer 1912 gesunken. Alle diese Schiffe sind aus
beträchtlicher Tiefe gehoben worden.

In letzterer Zeit hat man sich in Schweden bemüht, Anordnungen zu finden,
um in grösserer Tiefe arbeiten zu können als früher, wo 30 Meter die grösste
Tiefe war, bis zu welcher der Taucher hinabgehen konnte. Besondere
Aufmerksamkeit verdient in dieser Hinsicht die sog. Wallersche Röhre, ein von dem
schwedischen Ingenieur P. A. Waller 1895 konstruierter sinnreicher Taucherapparat.
Er besteht aus einer aus mehreren Teilen zusammengesetzten Blechröhre, die sich
unten zu einen etwas grösseren Arbeitsraum erweitert, durch den teils vertikal
eiserne Stangen hindurchgehen, die wasserdicht auf und nieder bewegt, sowie
vom Inneren der Kammer aus in verschiedene Stellungen gedreht werden
können, teils horizontal durch Kugellager hinausragende Werkzeuge, die von innen
her durch die Wand ein- und ausgeschoben, gedreht und in verschiedene
Richtungen gestellt werden können. Unten sind die vertikalen Stangen mit Haken
versehen, so dass sie hinabgeführt und unter den zu hebenden Gegenstand
greifen können, an den oberen Enden sind Ketten angebracht, die zu Winden oder
Kränen über dem Wasser hinaufführen. Die durch die Wand lenkbaren
Arbeitswerkzeuge können ausgewechselt werden, zu welchem Zwecke eine äussere
halbkugelige Luke angebracht ist, die nach Bedarf wasserdicht geschlossen oder auch
geöffnet werden kann. Mittelst der Wallerschen Röhre wurde Herbst 1896—
Mai 1897 der im Stockholmer Schärenhof im September 1895 gesunkene
Dampfer »Södra Sverige» (von ungefähr 600 Tonnen) aus einer Tiefe von 55—56
Meter emporgehoben, einer Tiefe, die das Zweifache der grössten Tiefe betrug,
aus der gesunkene Schiffe bis dahin hatten heraufgeholt werden können.

Ausser für Bergungsarbeiten in grossen Tiefen dürfte die Wallersche Röhre
für wissenschaftliche Untersuchungen des Meeresbodens Anwendung finden
können, da es bei ihr auf keine Schwierigkeiten stösst, bis in Tiefen von
einigen hundert Meter und mehr hinabzugehn und sich dort nach Belieben
aufzuhalten.

Navigationsschulen.

Die schwedischen Navigationsschulen gehen in ihrem Ursprünge auf
eine durch Kgl. Verordnung vom 4. Juni 1658 in Stockholm eingerichtete
Seesteuermannsschule zurück. Ihre gegenwärtige Organisation beruht
hauptsächlich auf dem Ivgl. Erlass vom 7. April 1841; das zurzeit geltende
Reglement datiert vom 29. März 1912. Vier Schulen, je aus einer
Navigationsund einer Maschinistenabteilung bestehend, finden sich in Stockholm, Go-

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