Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - X. Verkehrsmittel - 5. Telegraphenwesen. Von E. Halling - 6. Fernsprechwesen. Einl. von E. Halling
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STÄDTISCHE VERKEHRSMITTEL.
Die Telegraphenverwaltung, in deren Yerwaltungsbereich nicht nur der
Leitungstelegraph, sondern auch Anlagen für drahtlose Telegraphie,
sofern sie nicht der Heeres- oder Marineverwaltung gehören, sowie vor
allem das gesamte staatliche Fernsprechwesen fallen, unterstand bis zum 1.
April 1900 dem Finanzministerium, wurde aber vom genannten Tage an
dem Zivilministerium unterstellt. Die Direktion der Verwaltung besteht
aus einem Chef mit dem Titel Generaldirektor, der alleiniges
Beschlussrecht hat, und drei vortragenden Abteilungschefs (einer für das
administrative, einer für das Linien- und einer für das Betriebsbureau). Bei der
Behandlung gewisser Fragen wird die Direktion durch zwei vom Reichstag
gewählte Mitglieder (»telegraffullmäktige») verstärkt. Insgesamt
bestand das Personal (1er Direktion im Jahre 1912 aus 57 etatsmässigen und
22 ausseretatsmässigen Beamten, darin eingerechnet ein seit 1909 als
Militärassistent bei der Direktion angestellter Offizier.
Für die Zwecke des Betriebes und des Rechnungswesens und mit
Rücksicht auf den Telegraphen- wie den Telephonbetrieb der Verwaltung ist
das Land in vier Betriebsdistrikte eingeteilt, an deren Spitze Inspektoren
stehen; für die Zwecke von Neuanlagen und Unterhaltung sowohl der
Telegraphen- und Fernsprechleitungen als auch der der Verwaltung
gehörigen Grundstücke ist das Land in sieben Liniendistrikte geteilt, mit
je einem Liniendirektor als Vorsteher.
Das Betriebspersonal, wozu die Beamten der vier Betriebsdistriktsbureaus und
das Personal der einzelnen Ämter gehören, bestand 1912 aus 4 Inspektoren, 2
Telephondirektoren, 4 Telegraphendirektoren, 60 männlichen Kommissarien, 14
Kontrolleuren, 128 Assistenten, 82 weiblichen Kommissarien, 340
Telegraphi-stinnen, 74 Aufseherinnen an den Fernsprechämtern, 775 Telephonistinnen für den
Fernverkehr und 71 anderen etatsmässige Beamten nebst 2 233
ausseretatsmässigen Beamten, darunter 1 292 Lokaltelephonistinnen. Zu dem Betriebspersonal
können auch 1 955 Personer gerechnet werden, die als Vorsteher oder Gehilfen
auf Vermittlungsstationen (Unterämtern der Zentralfernsprechämter) angestellt sind.
Das Linienpersonal bestand zu Ende des Jahres 1912, ausser den 7
Liniendirektoren, aus 19 Linieningenieuren, 379 anderen etatsmässigen und 23
ausseretatsmässigen Beamten; die Anzahl bei den Liniendistrikten beschäftigter
Arbeiter betrug während 1912 durchschnittlich 1 318.
Die für die Anfertigung und Ausbesserung von Fernsprech- und
Telegraphenbedarfsgegenständen eingerichtete Werkstatt, die 1891 in Stockholm angelegt
und 1913 nach Nynäshamn verlegt wurde, steht unter der Leitung eines
Werkstattdirektors, dem 3 Werkstattingenieure und 6 andere etatsmässige Beamte zur
Seite stehen. Die Anzahl in der Werkstatt beschäftigter Arbeiter betrug während
des Jahres 1912 durchschnittlich 465 und der Wert der von der Werkstatt
während des Jahres 1911 gelieferten Arbeiten 1 683 082’7ä Kronen.
6. DAS FERNSPRECHWESEN.
Hat Schweden bezüglich des eben geschilderten Telegraphenwesens
sowohl in technischer als in Betriebshinsicht einen dem der anderen Länder
völlig ebenbürtigen Standpunkt erreicht, so hat es bezüglich des
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