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745

(1913) [MARC] Author: Joseph Guinchard
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Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - XI. Bank-, Kredit- und Versicherungsanstalten - 4. Sparkassen. Von [I. Flodström] Alfhild Lamm

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SPARKASSEN.

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keit; ausserdem betreiben sie auch die Diskontierung von "Wechseln. Sie
besitzen nicht den Charakter der Sparkassen als rein gemeinnütziger
Anstalten, sondern sind wirkliche Geschäftsunternehmungen in kleinerem
Massstabe, die ihren Gewinn verteilen und hauptsächlich auf den Nutzen
ihrer Teilhaber abzielen. Das geltende Gesetz über Beaufsichtigung
dieser Geldanstalten datiert vom 18. Sept. 1903.

Im Jahre 1911 gab es 25 derartige Geldanstalten, davon 1 in einer
Stadt und 24 auf dem Lande; die Anzahl Einleger auf
Sparkassenkonto war 19 276 und ihr Gesamtguthaben zu Ende des Jahres 7 970 000
Kr. Der Durchschnittswert eines Guthabens war 413-44 Kr, d. h. er war
119 Kr niedriger als der Wert eines Sparkassenbuchs.

Mitte der 1890er Jahre erhielten die Sparkassen einen Konkurrenten in
dem Sparkassenbetriebe der Aktienbanken. Dieser begann bereits 1877,
die Entwicklung ging aber bis 1896 nur langsam vor sich; Ende dieses
Jahres beliefen sich die Einlagen — der Sparkassenbetrieb der früheren
Volksbanken nicht mitgerechnet — auf nur 9-1 Mill. Kr. Im Jahre 1897,
als die Banken mit solidarischer Haftung sich auf die gesetzlich
vorgeschriebene Einziehung der privaten Banknoten vorzubereiten begannen,
eröffneten auch einige von ihnen ein Sparkassenkonto, so dass die Anzahl
Banken mit diesem Konto während dieses Jahres von 9 auf 20 und der
Betrag der Einlagen auf Sparkassenkonto von etwa 211,/2 Mill. Kr auf
34 Mill. Kr anstieg. 9 Jahre danach, zu Ende des Jahres 1908, wo die
Anzahl der Banken auf 84 angewachsen war, bestand ein
Sparkassenkonto bei ihnen allen, die Einlagen waren auf 251 Mill. Kr und die
Anzahl der Konten auf mehr als 681 000 angestiegen. Die
Entwicklung ergibt sich im übrigen aus nachstehenden Ziffern:

Ende des Anzahl Deponiertes Kapital Durchschnitt pro

Jahres Konteninhaber Kr Konteninhaber

Kr

1900 ....... 183 226 90 680166 495

1905 ■...... 407 493 184 090100 452

1906 ....... 476175 203 456 900 427

1907 ....... 560 756 230 735 000 411

1908 ....... 647 846 249 342 300 385

1909 ....... 710 227 267 306 800 376

1910 ....... 756 089 279 218 900 369

1911 ....... 821448 303107 000 369

Der Hauptanlass für die rasche Zunahme des auf Sparkassen-
(Haus-halts-)konto den Banken übergebenen Kapitals — welche Zunahme zu
nicht geringem Teil auf Kosten der Postsparkasse, der grösseren
Sparkassen sowie des eigenen Scheckkontos der Banken geschehen ist — dürfte
in der starken Konkurrenz zwischen den vielen, besonders während des
Jahres 1896 neugegründeten Aktienbanken zu suchen sein, in die auch
die älteren Aktienbanken und die Privatbanken hineingezogen wurden,
und die bei der später eintretenden Geldknappheit unter anderem in
dem Angebot hoher Zinsen nebst anderen sehr günstigen Bedingungen für
Einlagen auf Sparkassenkonto zum Ausdruck kam.

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