- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 10. 1916 /
487

Table of Contents / Innehåll | << Previous | Next >>
  Project Runeberg | Catalog | Recent Changes | Donate | Comments? |   

Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...

scanned image

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Below is the raw OCR text from the above scanned image. Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan. Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!

This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.

469

gelingt aber das Umkehren nicht. Nebenbei sei hier bemerkt, dass
in diesen Stadien zwar die Orientierungsfähigkeit der Blätter an-
hält, die Bewegung der Spreite (z. B. an umgekehrten Zweigen) ge-
schieht aber mehr durch kombinierte Torsionen der Basis und Spitze
des Stiels als durch Basalkrümmungen, somit in gewisser Analogie mit
den Verhältnissen bei Fagus. Ob die Entwicklungsbegünstigung
der physikalisch unteren Blätter auf Schwerewirkung oder Beschat-
tung beruhe, kann ich nicht sagen!. Ihr frühzeitiges Beginnen
spricht für Barymorphose, das Verhalten im Dunkeln für Photo-
morphose. Jedenfalls gelingt es auf den späteren Stadien nicht,
durch Wegschneiden der beschattenden Blattspreiten das ausgiebige
Wachstum der unteren Stiele und Spreiten zu hemmen. Anderseits
wäre ja die glücklich durchgeführte Mosaik an Systemen, welche
aus mehreren Sprossen zusammengesetzt sind, nicht ohne die An-
nahme von Licht- und Schattenwirkungen zu erklären.

Zusammenfassung der Ergebnisse über die Bewegungen
der Acer-Blatter.

1. Die Blätter sind in diffusem Lichte transversalphototropisch,
unter dem Einfluss direkter Sonnenstrahlen geschieht eine Umstim-
mung, so dass die Ruhelage mehr oder weniger schräg wird. Diese
Umstimmung ist reversibel.

2. Nastische Bewegungen wurden nicht beobachtet, doch nehmen
die Blätter bei Lichtabschluss eine charakteristische Stellung ein:
Die Spreite senkrecht auf den Stiel und diese mit der Sprossachse
einen wenig stumpfen Winkel bildend.

3. Geotropische Reizbarkeit des Blattes oder des Stiels konnte
nicht nachgewiesen werden.

4. Die Perzeption findet in der Spreite statt, die Bewegungen wer-
den vermittels des Stiels ausgeführt. Die Krümmungs- (und Dre-
hungs-) zonen sind an der Spitze und Basis des Stiels lokalisiert.
Jüngere Blätter orientieren sich vornehmlich durch Krümmung,
ausgewachsenere auch durch Torsionen. Ganz ausgewachsene Stiele
sind zu Bewegungen unfähig.

5. Bewegungen durch Stielkrümmung erfolgen sowohl in der
Insertationsebene! wie senkrecht zu ihr, doch ist die erstere Be-
wegungsphäre erheblich grösser.

! Vgl. Fıspor, Die Erscheinung der Anisophyllie, 1909, S. 125 ff.
2 Ich benutze diese Bezeichnung in derselben Meinung wie Frank (Die natürl.
wagerechte Richtung usw. 1870, S. 5).

<< prev. page << föreg. sida <<     >> nästa sida >> next page >>


Project Runeberg, Fri Jun 14 18:33:28 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
https://runeberg.org/svbotan/10/0503.html

Valid HTML 4.0! All our files are DRM-free