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Im Anschluss an die Untersuchung der von ÖSTENFELD herge-
stellten Bastarde werde ich ein H. auricula aus Lyon kurz be-
schreiben, das ich auf Grund der zytologischen Untersuchung als.
einen Bastard auffasse. Diese Art wurde in ÖSTENFELps Versuchs-
garlen aus Samen von Lyon gezogen. Ich hatte reichliches Mate-
rial von derselben fixiert, um sie mit den in Dänemark und Schweden
wild wachsenden auricula-Formen in bezug auf die Chromosomen-
gestalt zu vergleichen. Die
zytologische Untersuchung er-
gab aber sofort, dass sie hóchst
wahrscheinlich keine reine Art
war, sondern ein Bastard von
H. auricula mit 9 Chromosomen.
und eine andere Hieracium-Art
mit 18 Chromosomen. In den
Metaphase deutlich 9 Gemini
und 9 ungepaarte Chromoso-
men auf, etwa wie in dem oben
beschriebenen Bastard 286,.
ae In Fig. 13 ist eine Anaphase
Fig. 18. H. auricula (aus Lyon); P.M.Z., abgebildet, wo 13 + 14 meistens.
heterotypische Anaphase, 27 deutlich längs- längsgespaltene Chromosomen
SERA een Cane pein deutlich wahrzunehmen sind.
In fig. 14 ist eine andere als Bastard beschriebene und im
Bergianischen Garten bei Stockholm kultivierte Form, H. Pilosella x
aurantiacum, abgebildet. in bezug auf die Chromosomen-Verhält-
nisse stimmt sie mit dem oben beschriebenen Bastard 46, überein.
Auch hier kommen nur 18 Gemini ohne überzählige Chromosomen
vor. Wenn die Bestimmung der Bastardnatur dieser Pflanze richtig.
ist, so zeigt es, dass die »Reinigung» der Chromosomengarnitur von
überzähligen Chromosomen nicht so selten, sondern im Gegenteil
relativ oft bei der Keimzellbildung vorkommt. GEERTZ hat ja in
Oenothera etwas ähnliches gefunden, aber es muss auch hervorge-
hoben sein, dass Keimzellen mit überzähligen Chromosomen ebenso-
leicht gebildet werden und funktionsfähig sein können.
Ehe ich zur Darstellung der Pollenbildung, resp. Degeneration in
Archieracium übergehe, möchte ich eine zusammenfassende Übersicht
der anscheinend sehr unregelmässigen Reduktionsteilungs-Formen
in Pilosella geben.
P. M. Z. treten während der
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