Full resolution (JPEG) - On this page / på denna sida - Sidor ...
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>
Below is the raw OCR text
from the above scanned image.
Do you see an error? Proofread the page now!
Här nedan syns maskintolkade texten från faksimilbilden ovan.
Ser du något fel? Korrekturläs sidan nu!
This page has never been proofread. / Denna sida har aldrig korrekturlästs.
2
Ehe ich die Ergebnisse meiner Kulturversuche bespreche, möchte
ich eine Beobachtung über die Keimungsphysiologie der Schwärmer
von Ectocarpus siliculosus, E. tomentosus, Stilophora rhizodes und
Asperococcus bullosus erwähnen. Die Schwärmer besitzen ausser
einer Menge kleiner Fucosanblasen einige ziemlich grosse Feltröpf-
chen. Bei der Keimung werden diese aufgelöst, und nach einem
oder höchstens zwei Tagen besitzen die Keimlinge keine Fettrópl-
chen mehr. Wahrscheinlich verhält sich Chorda filum in dersel-
ben Weise. In einem früheren Aufsalz (1912 S. 23) habe ich näm-
lich nachgewiesen, dass Fettrópfchen in den Sporangien dieser Alge
vorhanden sind, dass sie aber in den übrigen Teilen, z. B. in den
kräftig assimilierenden Paraphysen, fehlen.
II. Ectocarpus siliculosus.
In der klassischen Arbeit von BERTHOLD, »Die geschlechtliche
Fortpflanzung der eigentlichen Phaeosporeen» (1881) ist die Kopula-
tion der Gamelen von Ectocarpus siliculosus zum ersten Mal beschrie-
ben und abgebildet worden, und die von diesem Forscher gegebenen
Abbildungen finden wir in der spáteren Lehrbuchsliteratur oft repro-
duziert. Alle Gameten dieser Alge sind einander morphologisch
gleich. Einige setzen sich aber bald fest, und diese kónnen wir
mit BERTHOLD als »weiblich» bezeichnen, andere dagegen, die als
»mánnlich» zu betrachten sind, kreisen zuerst um die weiblichen
herum. Schliesslich verschmilzt aber eine von diesen mit der
schon festsitzenden weiblichen Gamete; eine Zygole wird gebildet,
die unmittelbar keimt und eine neue Pflanze erzeug!. Die weib-
lichen Gameten können aber auch ohne Befruchtung, also partheno-
genetisch, keimen. Die männlichen Gameten gehen im allgemeinen
früher oder später zu Grunde; einige können sich aber in ähnlicher
Weise wie die weiblichen festsetzen und sich »langsam zu sehr
schwächlichen und empfindlichen Keimpflanzen» entwickeln (BERT-
HOLD 1881 S. 412).
Die Gametenkopulation bei Ectocarpus siliculosus wurde einige
Jahre später von REINHARDT untersucht; dieser Forscher behauptet
aber, dass die Gameten mit einander verschmelzen, während sie
noch beweglich sind. Er beobachtete auch eine parthenogenelische
Entwicklung der Gameten, die sich in diesem Falle von den Sporen
nicht unterscheiden.
Andere Forscher wie Kuckuck (1891) und OLTMANNs (1897) konnten
<< prev. page << föreg. sida << >> nästa sida >> next page >>