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Die früheren Entwicklungsstadien von Chorda filum sind schon
von REINKE (1892 S. 37, Taf. 27 und 28) untersucht worden, und
er hat beobachtet, wie sich nach der Keimung der Sporen proto-
nemaartige Zellfäden entwickeln, aus denen neue Chorda-Pflanzen
hervorgehen. Er hat aber nicht beobachtet, dass vor der Entwick-
lung der neuen Chorda-Pflanzen sich gewisse Zellen entleeren, und
dass die neuen Pflanzen erst dann aus dem Inhalt dieser Zellen
entstehen. Die von REINKE besprochenen und abgebildeten Proto-
nemafäden stellen zwar die weiblichen Gametophyten dar.
b. Die Sporophyten.
Die jüngeren Entwicklungsstadien. Nachdem das Ei aus-
getreten ist — die Befruchtung habe ich nicht gesehen — umgibt
es sich mit einer Zellwand und beginnt
unmittelbar zu keimen, indem es sich mit
einer Querwand teilt. Die beiden neuen
Zellen teilen sich wieder durch je eine
Querwand, und durch wiederholte Quer-
teilungen entsteht eine Zellreihe aus S—12
Zellen. Unten sieht man noch das leere
Oogon, und bisweilen findet man, dass der
untere Teil des jungen Sporophyten etwas
in das Oogon hineindringt (Fig. 14 ce.
Die oberen Zellen des jungen, aus 8—
12 Zellen bestehenden Sporophyten sind
etwas dicker als die unteren, und das
Aussehen des Ganzen wird deshalb keulen-
förmig (Fig. 15). Sie enthalten auch grössere
und zahlreichere Chromatophorenals dieun- Fig. 14. Chorda filum. Jun-
teren, und der junge, noch einreihige Sporo- ge Sporophyten; og Oogon. —
phyt ist deshalb in den oberen Teilen viel Vergr. 520.
kräftiger gefärbt als in den unteren. Noch während der Keimling
einreihig ist, verlängert sich die Spitzenzelle in ein langes Haar,
welches durch eine basale Zuwachszone weiter wächst. Dann treten
in den zwei bis drei unterhalb der Haarspitze gelegenen Zellen
radiale Längswände auf, und zwar zunächst in jeder Zelle zwei sich
kreuzende, so dass die Zellen in vier Quadranten zerfallen (Fig. 18).
Darauf tritt oft wieder eine Querteilung ein, dann folgen radiäre Längs-
wände und schliesslich tangentiale Längswände. Während dieser
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