- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 12. 1918 /
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vorhanden. Die Reduktionsteilung findet unmittelbar nach der
Befruchtung statt. Von den dabei entstandenen vier Kernen ent-
wickelt sich nur der eine weiter, die drei anderen werden reduziert.
Dieser Typus kommt bei Spirogyra (Literatur siehe Bonner 1914)
und Chara (OEHLKERS 1916 S. 223).

Unter den Phaeosporeen gibt es mehrere Gattungen, die sich in
keinen der oben erwähnten Typen von Generations- und Kern-
phasenwechseln einreihen lassen. Einige unter diesen werde ich
nachstehend zusammenstellen, doch möchte ich zuerst mit einigen
Worten die Sphacelariaceen besprechen.

Unsere gegenwärtigen Kenntnisse über die Sphacelariaceen ver-
danken wir in erster Linie der vorzüglichen Arbeit SAUvVAGEAUS
»Remarques sur les Sphacélariacées:. Diese Algen bilden unter den
Phaeosporeen eine ziemlich natürliche Familie, die besonders im
vegelativen Aufbau grosse Ubereinstimmungen zeigt. Oft sind
zweierlei Individuen vorhanden, solche mit unilokulären und solche
mit plurilokulären Sporangien. Die letzteren sind wahrscheinlich
geschlechtlicher Natur; eine Kopulation ihrer Schwärmer ist aber
nie beobachtet worden. Da ferner die plurilokulären Sporangien
bei einer und derselben Art entweder unter sich gleich oder unter
sich ungleich sein können, so ist wohl anzunehmen, dass hier
sowohl Isogamie als Oogamie vorliegen kann. Den Generations-
wechsel kennen wir nicht; ich vermute aber, dass wir einen Wechsel
zwischen zwei gleichgestalteten Generationen haben, und zwar in
der Weise, dass diejenigen mit plurilokulären Sporangien Gameto-
phyten darstellen, diejenigen mit unilokulären Sporangien dagegen
Sporophyten. Die Reduktionsteilung würde dann bei der ersten
Kernteilung der unilokulären Sporangien stattfinden.

Wir kennen indessen die Sphacelariaceen nicht hinreichend, um
über ihren Generationswechsel des Näheren theoretisieren zu dürfen,
und überdies macht die weit verbreitete Vermehrung mittelst Brut-
knospen eine Auseinandersetzung besonders schwierig, da sie viele
Komplikationen mit sich bringen kann. Nur auf eine Art möchte
ich die Aufmerksamkeit lenken, und zwar auf Halopteris scoparia.
Diese Art besitzt unilokuläre Sporangien, nur bei einer Gelegenheit
fand SAUVAGEAU (1907 S. 506) ein vereinzeltes Individuum, das mit
plurilokulären Sporangien, und zwar von zweierlei Art, versehen

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