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Monokotylen.
In unserm Aufsatz über die Pollenentwicklung von Cinnamo-
mum Sieboldi haben wir aus der Literatur einige Fälle angeführt,
welche zeigen, dass in einigen monokotylen Familien der »dikotyle»,
4d. h. der simultane Typ vorkommen kann, nämlich bei den Liliaceae,
Iridaceae, Commelinaceae (?), Cyperaceae und Orchidaceae. Wir konn-
ten auch, nach Untersuchung von Luzula pilosa, eine neue, Junca-
ceae, hinzufügen. Als noch nicht sicher festgestellt musste die simul-
tane Wandbildung bei Commelinazeen und Helobien (Najas) an-
gesehen werden. GUIGNARD hat in den oben zitierten Aufsätzen
(1915 a und b), die uns damals noch nicht bekannt waren, die
Liste der Liliazeen und Iridazeen, die diesem Schema folgen, er-
heblich erweitert. Wir haben jetzt noch einige Vertreter verschie-
dener monokotylen Familien untersucht. Bei den meisten dersel-
ben erfolgt die Wandbildung sukzessiv, aber in Dioscoreaceae haben
wir auch ein neues Beispiel simultaner Entstehung der Wände ge-
troffen.
Dioscorea quinqueloba. Es ist sehr bequem, die Pollenent-
wicklung dieser Pflanze zu verfolgen, da man in den verschiedenen
Antheren einer Blume sehr verschiedene Stadien trifft. Die Wände
entstehen simultan nach der homóotypen Kernteilung und werden
als äquatoriale Platten in den Spindeln angelegt. Fig. 8 zeigt eine
späte Telophase nach der heterotypen Kernteilung und Fig. 9 das
entsprechende Stadium nach der homöotypen, ehe die Scheide-
vände noch angelegt sind. Dioscoreaceae ist also die vierte Familie
der Reihe Liliflorae, in welcher die simultane Wandbildungsart bis-
jetzt beobachtet worden ist.
Asparagus officinalis gehört ja auch zu den Lilifloren, und
zwar zu den Liliazeen in erweitertem Sinne, nach einigen Syste-
matikern zu den aus den Liliazeen abgetrennten Familien Con-
vallariaceae und Asparagaceae. Bei dieser Pflanze entsteht schon
nach der heterotypen Teilung eine Wand zwischen den Tochter-
kernen.
Commelinazeen. HOFMEISTER (1848) hat, wenn auch nur sel-
ten, bei Tradescantia virginica eine tetraédrische Anordnung der
Mikrosporen gefunden, und er zieht daraus den Schluss, dass dieses
p S
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