- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 12. 1918 /
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SVENSK BOTANISK Tipskrirr. 1918. Bb. 12, u. 3.

HETEROSTYLIE INNERHALB DER GATTUNG
PLUMBAGO

VON

K. V. OSSIAN DAHLGREN

Aus einem Brief von Fritz MÜLLER an HILDEBRAND in der
»Botanischen Zeitung» von 1868 (»Notizen über Geschlechtsverhält-
nisse brasilianischer Pflanzen») zitiere ich: »Wir sind hier sehr
reich an dimorphen Pflanzen (Erythroxylon, Villarsia, Plumbago,
Statice, Cordia und namentlich eine Menge von Rubiaceen: Hedyotis,
Borreria, Manellia u. s. w.) und, trimorphe Arten bietet uns die
Gattung Oxalis eine grosse Zahl». Diese kurzgefasste Angabe über
Heterostylie in der Gattung Plumbago ist meines Wissens die ein-
zige in der Literatur. Sie wird sowohl von Pax in seiner Bear-
beitung der Plumbaginazeen (ENGLER und PRANTL) als von KNUTH
in seinem blütenbiologischen Handbuch angeführt.

Vor einigen Jahren, als ich mit Untersuchungen über die in-
teressanle Embryologie der Plumbaginazeen beschäftigt war, beob-
achtete ich, dass bei den Exemplaren von Plumbago capensis, die
im Gewächshause des hiesigen botanischen Gartens kultiviert werden,
die Antheren über die Mündung des Tubus hinausragten, während
die Narben sich ziemlich weit unterhalb derselben befanden. Ich
kam gleich auf den Gedanken, dass Plumbago capensis heterostyl
sein dürfte, und dass unsere Pflanzen dem brevistylen Typus an-
gehörten. Eine weitere Bestätigung dieser Meinung fand ich in der
Tatsache, dass -Selbstpollinierung (DAHLGREN 1916, S. 66) ohne
Resultat blieb. Verschiedene Umstände haben verursacht, dass ich
erst jetzt Zeit bekam, die vorliegende Frage näher zu untersuchen.

Ausser dem Material des hiesigen Herbars bot sich mir Gelegen-
heit, Exemplare aus dem Riksmuseum in Stockholm und dem bo-
tanischen Institut in Lund durchzusehen. Für die Sendung der

Vic o

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