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Pflanzen möchte ich den Präfekten dieser Anstalten, den Herren
Professoren Dr. C. LINDMAN und Dr. S. MURBECK, meinen Dank
erstatten. Professor C. RAUNKIAER (Kopenhagen), Amanuensis R.
NORDHAGEN (Kristiania) und der Gräfin JULIE HAMILTON (Gävle),
die mir lebende Bläten oder Spiritus-Material von Plumbago ca-
pensis zugeschickt haben, will ich auch hier meinen besten Dank
aussprechen.
Plumbago capensis Thunb.
Plumbago capensis wurde von THUNBERG beschrieben. Sie ist
eine in Südafrika heimische, strauchige Pflanze mit schönen, hell-
blauen Blüten und kam vor etwa hundert Jahren, zuerst in Eng-
land, in Kultur.
Wie erwähnt hatte ich zuerst bei
dieser Pflanze eine Heterostylie vermu-
BE
tet. Beim Durchmustern von Herbar-
material traf ich ausser Exemplaren, die
unsern hier kultivierten ganz gleich wa-
ren, auch solche mit deutlich longi-
stylen Blüten. Meine Vermutung fand
also eine schöne Bestätigung.
Beim Nachsehen in einigen Icones
habe ich später auch gefunden, dass die
beiden Blütentvpen s seit bald hun-
NDS chon se h Fig 1. Plumbago capensis. Beide
dert Jahren abgebildet sind, ohne dass Blütenformen aufgeschlitzt und
im Wasser photographiert. —
man jedoch bewusst die Helerostylie ent- RS
xj Nat. xr.
deckt hätte. In »Botanical Cabinet»
(1819, Nr. 295) ist die longistyle Form wiedergegeben. Denselben
Blütentypus haben wir in »Botanical Register» (1819, Nr. 417) abge-
bildet. In »Botanical Magazine» (1820, Nr. 2110) finden wir dagegen
eine Tafel mit dem brevistylen Blütentypus.’
Es muss hier darauf hingewiesen werden, dass alle die drei
oben erwähnten Tafeln nach Exemplaren gemalt sind, die aus Sa-
men gezüchtet waren, welche aus der Heimat der Pflanze stammten
Wenigstens die Abbildungen in »Botanical Register» und »Botanical
! Nach Justs »Botanischem Jahresbericht» gibt es auch eine farbige Tafel in
»Revue horticole» 80, 1908, S. 60-61. Ich habe nicht Gelegenheit gehabt, dieses
Werk zu sehen.
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