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Nicht ganz einwandfrei sind die Exemplare der Asperula odorata.
Da es mir nämlich trolz vieler Bemühungen nicht gelang, die
Asperula-Samen zum Keimen zu bringen, grub ich im Brüggwald
bei Biel eine Anzahl junger Asperula-Pflanzen aus und setzte sie
in Töpfe. Dabei möchte ich bemerken, dass in jenem Teil des
Brüggwaldes trotz peinlichen und wiederholten Suchens keine vom
Pilz befallenen Asperula-Stöcke gefunden werden konnten. Auch
habe ich nicht weniger als neun Töpfe mit solchen Asperula-
Pflanzen zur blossen Kontrolle in einem besondern Versuchshäus-
chen gehalten, ohne dass je irgend ein Exemplar eine Infektion
gezeigt hätte. Es darf demnach mit grosser Wahrscheinlichkeit
angenommen werden, dass die zwei in der obenstehenden Reihe
verwendeten Versuchspflanzen ebenfalls gesund waren. — Am 29.
April wurden Überreste der Flüssigkeitstropfen von den Blättern
auf einen Objekttráger gebracht und unter dem Mikroskop kon-
trolliert. Es ergab sich dabei, dass ein grosser Teil der Konidien
gekeimt hatte. — Am 7. Mai zeigte Asperula odorata (Nr. 1 und 6)
auf den obersten Blättchen, die mir schon seit 4 Tagen durch
leichte Kräuselung aufgefallen waren, vereinzelte Konidienträger.
Die übrigen Versuchspflanzen blieben dauernd gesund. — Zum
selben Resultate führte eine weitere Versuchsreihe, die ebenfalls
mit -Konidien der Peronospora auf Asperula odorata eingeleitet war
und in gleicher Weise nur Infektionen auf Asperula odorata erkennen
liess. Um eine ‘unölige Wiederholung zu vermeiden, verzichte
ich aber auf ihre detaillierte Wiedergabe.
Versuchsreihe II.
Eingeleitet am 29. Juni 1915 mit Material von Sherardia arvensis
aus Sulz bei Biel.
Versuchspflanzen: 1. Sheradia arvensis (Berlin). Kotyledonen und
Laubblätter.
2. Galium verum (Haage & Schmidt, Erfurt).
Kotyledonen und Laubblätter.
3. Galium boreale (Berlin). Kotyledonen und
Laubblätter.
4. Asperula odorata (Brüggwald). Ausgewachsene
Pflanzen.
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