- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 12. 1918 /
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gleichen wir aber innerhalb der beiden Sektionen die verschiedenen
Formen weiter Wert für Wert miteinander, so bemerken wir, dass
noch über diese Zweispallung hinaus innerhalb der beiden Gruppen
die Peronospora-Formen auf den verschiedenen Wirten nicht unbe-
deulend voneinander differieren. Selbst die Formen auf Galium
Mollugo und Galium boreale, deren Häufigkeilsmaxima sowohl in
der Länge als in der Breite über derselben Abszisse liegen (Fig. 1
und 2, Kurven 4 und 5), zeigen nun in ihrer Rundung eine deutliche
Verschiedenheit, indem die Form auf Galium Mollugo beträchtlich
schmálere Konidien besitzt. Man hätte dies übrigens schon aus einer
speziellen Diskussion der Kurven voraussagen kónnen, indem sich
bei der Breitenkurve der Form auf Galium boreale (Fig. 2, Kurve 4)
der Gipfel fast nur zufällig über die Abszisse von 16 y, also zu
Galium Mollugo, hinlegt; er wäre bei einer gróssern Zahl von
Messungen und vollständig reifem Konidienmaterial sicherlich über
die Abszisse von 17,6 «u zu stehen gekommen.

Zusammenfassend gelangen wir also zu dem Ergebnis, dass die
Peronospora-Formen auf den verschiedenen Arten der Familie der
Rubiazeen sich nicht nur biologisch ausschliessen, sondern dass
sie auch morphologisch deutliche Verschiedenheiten aufweisen, welche
Verschiedenheiten im speziellen an Hand der Konidiendimensionen
klargelegt wurden. Wir haben es also nicht mit blossen species
Sorores zu tun, sondern mit distinkten, guten Arten. Der Name
der Peronospora calotheca muss also im weitern Sinne fallen gelassen
werden, da er von seinem Schöpfer (1863, S. 111) für alle damals
auf den Rubiazeen bekannten Peronospora-Formen insgesamt
angewandl wurde, und wir müssen an seiner Stelle für die Perono-
spora-Formen auf den verschiedenen Rubiazeen-Spezies eigene
Namen einführen. Solche Bezeichnungen sind nun in der Literatur
schon drei vorhanden, indem Fucker in den Fungi rhenani (1863,
Nr. 30 und 31) die Peronospora auf Sherardia arvensis als P. She-
rardiae, diejenige auf Galium Mollugo als P. Galii und DE Bary
(Rabh. Herb. myc. II, 673) diejenige auf Asperula odorata als Pe-
ronospora calotheca sensu stricto beschrieb. Als Synonym der ersten
wäre demnach P. calotheca 8 Sherardiae De By (1863, S. 112) anzu-
führen, als Synonym der zweiten P. calotheca ö Molluginis De By
(eod. loc.) und als Synonym der letzten P. calotheca « Asperulae
De By (1863, S. 112). Der Name der P. Galii für die Form auf
Galium Mollugo ist freilich in dieser allgemeinen Fassung sehr irre-
führend; er muss aber aus Prioritätsgründen leider beibehalten werden.

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