- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 12. 1918 /
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Pflanze mit gut ausgebildeter Periodizilät, als guten Bluter und
angenehm in Handhabung kennen gelernt hatte. Als Versuchs-
raum diente ein Kellerraum des botanischen Instituts mit besonders
dicken Wänden, dessen zwei kleine Fenster mit Pappe lichtdicht ab-
geblendet waren. Die Kultur wurde konstant beleuchtet von einer
200-kerzigen }-Watt-Lampe, deren Licht mittels Spiegel möglichst
ausgenutzt wurde. Für gleichmässige Feuchtigkeit in der Luft
brauchte nicht besonders Sorge getragen zu werden; eine gleich-
mässige Feuchtigkeit in der Erde der Töpfe wurde durch automa-
tische Bewässerung jede 6. oder 4. Stunde (von unten; Fliesspapier)
gesichert. Im Zimmer war ein Gasofen mit Thermoregulator und
Abzug einmontiert, wodurch auch im Winter Zimmertemperatur
gehalten werden konnte. Späler wurde der Gasofen infolge Gas-
mangels abgestellt, wodurch die Temperatur auf elwa 12° C her-
absank, um sich mit vorrückender Jahreszeit langsam zu erhöhen.
Zu keiner Zeit aber betrugen die täglichen Schwankungen der
Temperatur mehr als etwa 0,5° C, gewöhnlich erheblich weniger,
0,1°—0,3° C. Im konstanten Lichtraum innerhalb der Spiegel
war die Temperatur freilich immer infolge der Wärmestrahlung
der Lampe beträchtlich höher (etwa 5° C), auch die Schwankungen
elwas grösser als im Zimmer, jedoch, wie ich mich durch Thermo-
graphenaufzeichnungen überzeugte, durchaus unperiodisch.

Die Pflanzen entwickelten sich unter diesen Bedingungen über-
raschend normal, trotz des immerhin schwachen Lichts (etwa 5 000
Melerkerzen), bildeten z. B. in den Blättern reichlich Stärke. Je-
doch waren sie natürlich im Aussehen deutlich von den im
Tageslicht (Gewächshaus, später Freiland) aus demselben Samen-
material gezogenen Pflanzen verschieden, mit etwas verlängertem
Stamm und mehr grasgrün gefärbten Blättern. Nach 33 Monaten
begannen — in demselben Kellerzimmer — die Registrierungen
der Blutungskurven. Es wurden die Blutungsmengen registriert,
bei konstantem Gegendruck, und zwar wurde photographische
Registrierung, mit 3- oder 2-stündiger Auslösung, benutzt. (Wa-
gerechte Kapillare, vor einer Skala aus Millimeterpapier befestigt,
das Ganze mittels Kamera und LUNDEGÅRDHS (S. 14) automatischer
Kassette auf Negativpapier fünfmal verkleinert aufgenommen). Die
Einrichtung erlaubte gleichzeitiges Registrieren von 4 Kurven und
lässt jede gewünschte Genauigkeit erreichen, denn man kann na-
türlich für jeden Fall Kapillaren von entsprechendem Durchmesser
wählen, somit die linearen Ausschläge beliebig gross machen.

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Project Runeberg, Sat Jun 15 08:58:57 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
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