- Project Runeberg -  Svensk botanisk tidskrift / Band 12. 1918 /
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des ausgeprägl lagesperiodischen Emanalionsgehalts der Bodenluft
(KAHLER S. 123) standen, scheint mir sehr wahrscheinlich. Weiter will
es mir scheinen, dass viele von den Widersprüchen in STOPPELS Ex-
perimenten schwinden, wenn man den Emanationsgehalt der die
Pflanzen umgebenden Almosphäre als den massgebenden Faklor
ansieht. So z. DB. die ganz verschiedene Wirkung eines + und eines —
geladenen Gilters auf eine darinnen isoliert stehende Pflanze.
Bei dem parallellen Gang der 4, und 4. bleibt dies unverständlich,
wenn es eine Frage von der Leichtigkeit des Ausgleiches an der
Pflanze bestehender Spannungsdifferenzen sein sollte. Die Emana-
lion wird aber von einem Minus-Gitter aufgenommen, von einem
Plus-Gitter nicht (KAHLER S. 126—127). Ebenso scheint der Ausfall
des Versuches 190 (SroPPkL S. 656), der der Verf. »für eine Deut-
ung nach den bisherigen Erlahrungen noch zu kompliziert» er-
scheint, ohne weiteres versländlich. Endlich werden die an-
scheinend regellos vorgekommenen geslórten Kurven, die ich bei
der Behandlung mit elektrischem Feld bekam, verständlich unter
der Annahme, dass die betreffenden Pflanzen (was ich jedoch nicht
weiss) zufällig in der Mitte der Kultur zwischen den zwei Rinnen mit
Glühstrumpfasche gestanden haben, somit der ausgleichenden Wir-
kung der radioaktiven Asche mehr ausgesetzt waren als die übrigen.

Zum Schluss einiges über die individuellen Differenzen, die einem
kausalen wie einem ökologischen Verständnis der Blutungsperiodi-
zität Schwierigkeiten bereiten, und zwar bei den meisten möglichen Er-
klàrungversuchen in gleich hohem Grade. Die Schwierigkeiten schei-
nen nur in der Weise umgangen werden zu kónnen, dass man die
betreffende Periodizität als eine sekundäre Erscheinung betrachtet,
lediglich durch die Abhängigkeit des Blutungsvorgangs von anderen
periodischen Vorgängen in der Pflanze hervorgerufen, und ohne,
jedenfalls ohne nennenswerte, ókologische Bedeutung. Ich weise
darauf hin, dass nicht nur bei einer Kulturpflanze wie Brassica
solch grosse Differenzen gefunden wurden, auch z. D. bei Alnus
(WikLER). Wenn z. B. eine ailiogene Periodizität der Assimilations-
làtigkeit der Pflanze vorhanden ist, und wenn weiter individuelle
Differenzen in der Schnelligkeit des Stolltransports bestehen, so
wäre, bei stofflicher Verkellung des Blutungsvorgangs mit der
Assimilation, eine Periodizilät, wie die beobachtete zu erwarten.
Derarlige Überlegungen haben mich logisch zu den Atmungs-
versuchen geführt. Dass ich dabei negative Resultate erhielt, war
mir in der Tat recht überraschend. Es wäre interessant gewesen,

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Project Runeberg, Sat Jun 15 08:58:57 2024 (aronsson) (download) << Previous Next >>
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