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Svensk BOTANISK Tipskrirr. 1918. Bb. 12, H. 4.
DAS ARCHEGONIUM DER RICCARDIA PINGUIS
(S ABA:
(Vorläufige Mitteilung)!
VON
RUDOLF FLORIN
Abnorme Archegonien.
Seit einigen Jahren bin ich mit zytologischen Untersuchungen
über Lebermoose, speziell Riccardia pinguis beschäftigt. Nachdem
ich anfünglich mein Augenmerk ausschliesslich auf die Reduktions-
teilung in den Sporenmutterzellen gerichtet hatte, kam ich später
darauf, gleichwohl die Entwicklung des Archegoniums und des
Antheridiums zu untersuchen. Da ich aus verschiedenen Gründen"
genötigt bin, die vollständige Veröffentlichung meiner mooszytolo-
gischen Studien noch einige Zeit anstehen zu lassen, schien es mir
angezeigt, schon jetzt einige Fakta in Bezug auf das Archegonium
mitzuteilen, die meines Erachtens ein nicht geringes theoretisches
Interesse darbieten. Eine ausführlichere Diskussion wird hier dem-
nach nicht erfolgen, sondern ich behalte mir diese für eine spätere
Gelegenheit vor.
Das Material stammt aus der Feldspalgrube bei Ytterby unweit
Vaxholm (Schweden), wo Riccardia pinguis in recht grosser Üppig-
keit anzutreffen war. Einige Polster wurden im Frühjahr
1918 mit herübergebracht und werden jezt in einem Treibhaus im
Bergianischen Garten (Stockholm) gezüchtet. Von dieser Kultur
wurden eine Anzahl archegonientragender Thalluszweige fixiert, ei-
gentlich in der Absicht, wenn möglich die Befruchtung zu studieren.
Während hierbei einerseits ein interessantes Detail, nämlich das
Auftreten von Strahlungszentren in der Eizelle (siehe unten) entdeckt
! Der Redaktion zugegangen am 18.9.1918.
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