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wurde, gelang es mir ausserdem eine ganze Serie von Abnormitäten
in der Organisation des Archegoniums nachzuweisen, über welche
ich hier kurz berichten will.
Kennzeichnend für das Archegonium der Riccardia pinguis ist u. a.,
dass die Wand im unteren Teil aus zwei Zellschichten besteht, und
dass die Anzahl der Kanalzellen 4—6 (CLraAPP) ist. In der Regel sind
diese von kurzem Bestand und lösen sich bald auf, ebenso wie die
Wände, welche sie voneinander tren-
nen. Dies ist indessen nicht immer
der Fall. Zuweilen kann man Fälle
antreffen, wo eine Aufteilung in Hals-
kanalzellen, Bauchkanalzelle und Ei-
zelle kaum begründet ist. In einem
Archegonium fand ich vier Zellen in
einer Reihe, alle morphologisch und
wahrscheinlich auch physiologisch
gleichwertig und mit grossen Kernen
und stark färbbarem Plasma verse-
hen (Fig. 1). Sie waren also alle
von dem Aussehen, wie es normal nur
die Eizelle besitzt. Dies scheint mir
dafür zu sprechen, dass bei den Le-
bermoosen die Halskanalzellen als
homolog mit Bauchkanalzelle und
Eizelle anzusehen sind, was auch
daraus hervorgeht, dass sie von einer
und derselben Mutterzelle herstam-
men. Ein ähnlicher Fall wurde von
CAMPBELL (2) bei Calycularia radicu-
losa Steph. angetroffen. Fig. 1. Abnormes Archegonium. Hals-
Gewöhnlich findet man natürlich ee Ban nee a
- ; zelle sind alle als Eizellen ausgebildet.
eine Reihe Halskanalzellen. In Aus- . reitz’ Ok. 3, Obj. 7 b. Vergr. 540.
nahmefällen können jedoch Arche-
gonien mit zwei Reihen Halskanalzellen und zwei Bauchkanal-
zellen aber einer Eizelle angetroffen werden (Fig. 2). Auch dies
scheint mir ein besonders interessantes Zwischending zwischen Ar-
chegonium und Antheridium zu sein. Hier zeigte es sich, dass die
Bauchkanalzellen persistierten, selbst nachdem die Halskanalzellen
degeneriert waren, und in vielen Stücken gleichwertig mit der legi-
limen Eizelle wirkten. Ja, in einem Archegonium von dem nun
Svensk Botanisk Tidskrift 1918. 30
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