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Sie ist in der Physiognomie der gottländischen Moore stark her-
vortretend mit yollständigem Verdrängen der anderen Arten gleichen
Typus (Carex acuta und C. caespitosa), die auf der Insel Gottland fast
gänzlich fehlen. Am einheitlichsten tritt die Assoziation als ein
Grenzgiirtel zwischen dem »Sankmyr» (Grandicaricion) und den
»Myrbackar» (Parvocaricion) auf. -Besonders rein ist sie auf Lo-
kalitäten des Moorrandes mit Strömung während der Hochwasser-
zeit, also in Strecken erodiver Natur (mit geringer Sedimentation).
Sie ist also strömendem Wasser angepasst oder vielmehr kann
solches sehr gut ertragen.
Carex stricta—Amblystegium scorpioides ist die charakteristische
Kombination, die mit dem genannten Standorte korrelativ verbunden
eine formationsökologische Einheit bildet. — Im Gegensatz zu einer
anderen Assoziation des Moores, Carex filiformis, leistet sie der
Erosion einen kräftigen Widerstand und liefert gewöhnlich das
Material der Erosionsufern der Moorseen (gewöhnlich die Nord-
westseile), während C. filiformis nur in den Alluvionen gedeiht (ge-
wöhnlich auf der Südwestseite); vgl. KLınGEs Regel.
In den Rasen hat sich oft eine charakteristische Krautvegetation
angesiedelt (siehe S. 166).
Die Wurzeln sind zweierlei, teils gewöhnliche tiefe, teils — beson-
ders in älteren Bülten — kurze, intrazäspilöse, reich verzweigte, häufig
negativ geotropische Wurzeln, welche die Feuchtigkeit innerhalb des.
Horstschwammes ausnutzen. Die vorigen sind häufig infolge wie-
derholter Verletzung der Wurzelspitze sympodienartig ausgebildet. —
Das Übergangszustand älterer Rasen zum Parvocaricion unter Ak-
zession von Amblystegium scorpioides ist S. 172 angegeben.
In chorologischer und phänologischer Hinsicht ist die frühe Som-.
merverbreitung und das proleptische Keimen der Samen bemer-
kenswert, i. e. Keimen während desselben Sommers, was ein Zeitge–
winn für die Art bedeutet. — Die Transpiration ist verhältnis-
mässig stark, das Lichtbedürfniss gross.
Fassen, wir die Plus und Minus — sie könnten ökologische Kom-
pensationspaaren benannt werden — zusammen, die einander in der
Ökologie der betreffenden Pflanzenart das Gleichgewicht halten — "
sie können unter dem Gesichtswinkel von der speziell in der Physik
und Chemie angewandten Regel von LE CHATELIER betrachtet werden
— wobei die Art s. v. a. »das System im stabilen Gleichgewicht»
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